VG-Wort Pixel

Kooperation mit Elinor So gelangen Ihre Spenden zu den Backstage-Helden

Falk Zientz, Lukas Kunert, Daria Urman und Ruben Rögels von Elinor
Falk Zientz, Lukas Kunert, Daria Urman und Ruben Rögels von Elinor
© Elinor
Damit die Spenden für die Backstage-Helden schnell und unbürokratisch ankommen, arbeitet der stern mit der Plattform Elinor zusammen. So funktioniert das Konzept.

Um den Backstage-Helden akut zu helfen, ist es nicht nur wichtig, viele Spenden zu sammeln. Das Geld soll auch möglichst schnell und unbürokratisch ankommen. Daher arbeitet der stern bei dem Projekt Backstage-Helden mit der Organisation Elinor zusammen.

Elinor ist keine klassische Hilfsorganisation, sondern eine Plattform, mit deren Hilfe Geld unbürokratisch und transparent verwaltet werden kann. Das Prinzip: Das für einen bestimmten Zweck vorgesehene Geld landet auf einem Gruppenkonto. Ein von der Gruppe selbst bestimmtes Gremium reicht das Geld dann direkt an die Personen weiter, für die es gedacht ist. Das ist schnell und effizient, Kosten für einen großen Verwaltungsapparat fallen nicht an.

Hier spenden. Und gewinnen.
*Gewinnspielteilnahme von Spende unabhängig

Wie gut die Idee im Kontext der Kulturszene funktioniert, hat Elinor bereits mit seinem Projekt "KunstNothilfe" bewiesen. Im Frühjahr dieses Jahres starteten Elinor-Gründer Lukas Kunert und Kabarettist Christoph Sieber ein Nothilfekonto, um von der Corona-Krise betroffenen Künstlern zu helfen. Mehr als 300.000 Euro hat die Kunstnothilfe seither an Spenden eingesammelt. Rund 320 Kunstschaffende, die um Unterstützung gebeten haben, erhielten Einmalzahlungen von 500 bis 1000 Euro, um ihre Existenznot zu lindern. Darunter sind freiberufliche Musiker*innen, Schauspieler*innen, Fotograf*innen bis hin zum Zirkusartisten. "Wir haben die Kunstnothilfe quasi über Nacht aufgesetzt und sind sehr glücklich, was daraus entstanden ist", sagt Elinor-Gründer Kunert.

Geld soll zu Weihnachten auf dem Konto sein

Nach dem Vorbild der Kunstnothilfe soll nun auch den Helden hinter der Bühne geholfen werden. Alle Spenden, die durch die Aktion Backstage-Helden zusammenkommen, werden von Stiftung stern e.V., dem Spendenverein des stern, gesammelt und auf das eigens dafür eingerichtete Gruppenkonto bei Elinor überwiesen. Von dort wird es an Beleuchter, Kameraleute und andere Menschen aus der zweiten Reihe des Kulturbetriebs verteilt, die einen Antrag auf finanzielle Hilfe einreichen. In dem Gremium, das über die Anträge entscheidet, sitzen Menschen, die selbst aus der Veranstaltungsbranche kommen und die Realitäten der Szene kennen. Das Geld wird als Schenkung weitergegeben, und zwar in Beträgen von bis zu 1000 Euro pro Person. Zu Weihnachten sollen viele Backstage-Helden ihre kleine persönliche Finanzhilfe bereits auf dem Konto haben.

Elinor versteht sich nicht nur als Plattform für große Hilfsaktionen, sondern für jede Art von Gruppen, die Geld solidarisch und demokratisch verwalten wollen. Neben der Kunstnothilfe haben sich auch zahlreiche kleinere Gruppen über Elinor organisiert. Es gibt Konten von Künstlerkollektiven, Stadtverschönerungsgruppen und Nachbarschaftsinitiativen. Es gibt digitale WG- und Klassenkassen. Einige Fridays-for-Future-Aktivisten haben ein Gruppenkonto angelegt, aus dem sie Bußgelder und Gerichtskosten zahlen. Elinor verwaltet als eingetragener Verein treuhänderisch das Vermögen der Gruppen. Kooperationspartner sind die GLS Bank und die Hannoverschen Kassen. Benannt ist die Plattform nach der Wirtschaftsnobelpreisträgerin Elinor Ostrom, die herausgearbeitet hat, wie Menschen gemeinschaftliches Eigentum erfolgreich verwalten können.

bak

Mehr zum Thema