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Skandal-Bischof Tebartz-van Elst erhält Posten im Vatikan


Der 55-Jährige, der vor neun Monaten als Bischof Limburgs wegen der Kostenexplosion seines Amtsitzes zurücktreten musste, wird Delegat im Päpstlichen Rat zur Förderung der Neuevangelisierung.

Neun Monate nach seiner Abberufung als Limburger Bischof hat Franz-Peter Tebartz-van Elst ein Amt im Vatikan übernommen.

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Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur wurde der 55-Jährige bereits im Dezember zum Delegaten (im Range eines Sekretärs) im Päpstlichen Rat zur Förderung der Neuevangelisierung ernannt. Auch der "Kölner Stadt-Anzeiger" berichtete darüber.

Tebartz hatte nach einem #link;http://www.stern.de/panorama/bischofssitz-limburg-tebartz-van-elst-soll-millionen-zweckentfremdet-haben-2090559.html;Skandal um die Kostenexplosion seines neuen Amtssitzes in Limburg# im März sein Amt verloren. Eine bischöfliche Prüfungskommission kam in ihrem Abschlussbericht zu dem Ergebnis, dass er kirchliche Vorschriften umgangen und Baukosten in die Höhe getrieben hatte. Ein strafrechtlich verfolgbares Verhalten sah die Staatsanwaltschaft Limburg jedoch nicht.

Der Päpstliche Rat zur Förderung der Neuevangelisierung ist eine Behörde der römischen Kurie, also der Verwaltung des Vatikans. Aufgabe ist die Verkündung des Evangeliums im Hinblick auf aktuelle gesellschaftliche Veränderungen. Geleitet wird die 2010 gegründete Behörde vom italienischen Kurien-Erzbischof Rino Fisichella.

mod/DPA DPA

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