"Zwei Frauen für alle Felle – Neues Glück"
Tierische und menschliche Dramen

  • von Susanne Bald
Der dreizehnjährige Jannik (Felix Nölle) kommt aufgeregt mit seiner Kaninchendame Thea zu Maja (Bettina Zimmermann) in die Praxis. Er befürchtet, dass sie vergiftet wurde. Dabei steckt weit mehr hinter seiner Angst.
Der dreizehnjährige Jannik (Felix Nölle) kommt aufgeregt mit seiner Kaninchendame Thea zu Maja (Bettina Zimmermann) in die Praxis. Er befürchtet, dass sie vergiftet wurde. Dabei steckt weit mehr hinter seiner Angst.
© ARD Degeto Film/Thomas Dietze
Im vorerst letzten Film der ARD-Reihe haben die Tierärztinnen weiter mit der finanziellen Schieflage ihrer Praxis zu kämpfen. Parallel kümmert sich Maja (Bettina Zimmermann) um einen kleinen Kaninchenbesitzer, der ihre Hilfe mindestens ebenso sehr braucht wie sein geliebtes Haustier.

Eine Woche nach dem dritten Film der ARD-Reihe geht es mit den Problemen in Teil vier "Zwei Frauen für alle Felle – Neues Glück" am Freitagabend nahtlos weiter. Da die Tierarztpraxis weiter rote Zahlen schreibt, bittet Maja (Bettina Zimmermann) ihre Mitarbeiterin Julia (Meriel Hinsching), nichts von deren privaten Geldnöten ahnend, sich auf eine Gehaltskürzung einzulassen. Julia legt Maja stattdessen nahe, gemeinsam mit der Praxis vielleicht doch zum Tierklinik-Konzern Sanaripets zu wechseln, das würde alle Probleme lösen. Doch das ist nach wie vor keine Option für die engagierte Maja.

Für sie bedeute "die Selbstständigkeit vor allem, den Tieren artgerecht helfen zu können. Mit Herz und Seele und nicht aus Profitgier", beschreibt Bettina Zimmermann ihre Figur. "Sie würde nie ablehnen zu helfen, weil jemand die Rechnung vielleicht nicht bezahlen kann, dafür hat sie ein zu großes Herz. Sie kann nicht wegschauen und Nein sagen, so wie viele andere." Sie selbst sei genauso, verriet die Schauspielerin der ARD gegenüber: "Wenn jemand Hilfe braucht, dann bin ich da."

Thorsten Merten als charmantes Schlitzohr

Hilfe braucht in Majas aktuellem medizinischen Fall auch ein junger Tierbesitzer: Der 13-jährige Jannik (Felix Nölle) glaubt, dass Flora (Cara Vondey), die Tochter der neuen Freundin (Lucie Heinze) seines Vaters Marvin (Timur Isik), seine Kaninchendame Thea vergiftet hat. Maja kann ihn diesbezüglich beruhigen, erkennt aber, dass der Junge mit seinen Emotionen durch den Verlust seiner Mutter und der neuen Liebe seines Vaters völlig allein gelassen zu sein scheint. Die Tierärztin sucht das Gespräch mit ihrem alten Freund Marvin – das Thema Trauer wird hier ernsthaft und mit der nötigen Sensibilität behandelt.

Und auch Majas eigenes Privatleben steht einmal mehr im Fokus. Dazu zählt neben Noch-Ehemann Steffen (Kai Schumann) und den beiden Kindern nun auch Onkel Bodo. Es scheint so, als würde Schauspieler Thorsten Merten mit dieser Rolle nun fest in die ARD-Reihe einsteigen und damit Wolfgang Stumph als Majas Vater Bernd ablösen. Als charmantes, nonchalantes Schlitzohr ist er eine echte Bereicherung – für die Witwen des Ortes ebenso wie für Majas Familie und ganz sicher auch für die Zuschauerinnen und Zuschauer.

"Neues Glück" ist der vorerst letzte neue Film der Reihe. Wann es weitergeht, ist nicht bekannt.

Zwei Frauen für alle Felle – Neues Glück – Fr. 13.03. – ARD: 20.15 Uhr

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