Er war ein Lieblingsmotiv kitschiger Landschaftsmalereien des 19. Jahrhunderts, Handlungsort des Kultsingspiels vom "Weißen Rössl" und langjähriges Urlaubsziel von Bundeskanzler Helmut Kohl. Ja, der Wolfgangsee im Salzkammergut hat schon vieles erlebt. In "Der Salzburg-Krimi: Tod am Wolfgangsee" wird er am Donnerstagabend und vorab in der Mediathek zum Schauplatz einer Ritualmordserie. Mittendrin: Fritz Karl als forensischer Kriminalpsychologe Thomas Meiberger.
Meiberger? Da dürfte sich mancher Zuschauer erinnern. Genau: "Der Salzburg-Krimi" ist nicht etwa eine neue Reihe, sondern die Fortführung der früheren ServusTV-Serie "Meiberger – Im Kopf des Täters", die es ab 2018 auf 20 Episoden schaffte. Es ist nicht bekannt, warum die Serie, die nun zur Reihe wird, in Deutschland unter einem anderen Namen läuft. In Österreich wurde der aktuelle Film bereits im November als "Meiberger – Tod am See" ausgestrahlt. Hat der Einstieg der ARD Degeto in die Produktion der Reihe damit zu tun?
Fritz Karls Debüt als Drehbuchautor
Änderungen gibt es auch im Hauptcast, von dem neben Karl nur noch Franz Josef Danner als Polizist Kevin Ganslinger dabei ist. Lisa Schützenberger ist als Hauptkommissarin Anna Grünwald neu im Team. Ein Debüt feiert mit "Tod am Wolfgangsee" auch Hauptdarsteller Fritz Karl und zwar als Co-Drehbuchautor von Regisseur Till Franzen. Er sei "nicht nur vor der Kamera, sondern auch dahinter ein wirklich großartiger Geschichtenerzähler, dem man sehr gerne zuhört", so Franzen.
Und seine erste Geschichte geht so: Die Leiche eines jungen Mannes wurde kopfüber an den Mast eines Segelbootes gefesselt. Peter war der Sohn des Politikers Peter Aidbichler senior. Er und seine Frau Susanne – gespielt vom Schauspielerpaar Gregor Bloéb und Nina Proll – sind mit Meiberger befreundet und bestehen darauf, dass er Anna Grünwald bei den Ermittlungen unterstützt.
Ein Serienmörder geht um
Peter junior studierte in Salzburg Medizin. Professor Rost (Peter Lohmeyer) bezeichnet ihn als seinen besten Studenten, mit dem er zudem das Interesse für Kunstgeschichte geteilt habe. Es ist nicht das Einzige, das die beiden teilten ...
Als wenig später zwei weitere junge Männer tot aufgefunden werden, ist klar: Ein Serienmörder geht um. Nur: Weshalb diese ritualisierte Inszenierung der Leichen? Und was ist die Verbindung zwischen den Toten? Aufmerksame Zuschauerinnen und Zuschauer erhalten bei der Lösung des Falls einen winzigen Wissensvorsprung.
Am Donnerstag, 5. März, geht es im Ersten weiter mit "Der Salzburg-Krimi: Am seidenen Faden". Auch er lief in Österreich bereits im November, unter dem Titel "Meiberger – Der Marionettenmörder". Haben die ersten beiden Krimis beim Publikum Erfolg, dürfte es mit der Reihe weitergehen. Fritz Karl hat bereits ein weiteres Buch geschrieben und noch viele Geschichten im Kopf, wie er dem "Kurier" verriet. Nur: "So zwischen Kochen, mit Kindern die Aufgaben durchgehen, eine Lesung mit der Uhlig (wie er Ehefrau Elena nennt) vorbereiten, Instagram-Aufnahmen und anderen Dreharbeiten, ist es nicht ganz einfach", gesteht der viel beschäftigte Schauspielstar.
"Der Salzburg-Krimi – Tod am Wolfgangsee" – Do. 26.02. – ARD: 20.15 Uhr