Brände
Thüringen: Feuer beschädigt Burg aus 12. Jahrhundert

Feuerwehrleute konnten Schlimmeres verhindern. (Symbolbild) Foto: Niklas Treppner/dpa
Feuerwehrleute konnten Schlimmeres verhindern. (Symbolbild) Foto
© Niklas Treppner/dpa
An einer jahrhundertealten Burg bricht ein Feuer aus. Wind lässt die Funken weit fliegen. Befürchtet wird zunächst, weitere Teile der historischen Wehranlage könnten in Brand geraten.

Teile einer Burg aus dem 12. Jahrhundert sind bei einem Brand im Norden Thüringens beschädigt worden. Feuerwehrleute konnten ein Übergreifen auf weitere Teile der Runneburg in Weißensee verhindern, wie ein Polizeisprecher sagte. Das Feuer war demnach in der Nacht in einem Eckgebäude der Wehranlage ausgebrochen, direkt neben einem hohen Wachturm. 

Verletzt wurde bei dem Brand ersten Erkenntnissen zufolge niemand. Der Einsatzort war laut einem Sprecher abgesperrt. Im Laufe des Tages sollen dort die Ermittlungen zum Brand beginnen. 

Flammen drohten auf weitere Teile der Burg überzugreifen

Zunächst waren die Einsatzkräfte von Schlimmerem ausgegangen: Durch den Wind und großen Funkenflug habe es so ausgesehen, als würden die Flammen auf weitere Teile des historischen Gebäudes übergreifen, sagte der Sprecher weiter. Feuerwehrleute konnten das aber verhindern. 

Wie groß der Schaden an der Burg ist, war zunächst unklar. Ebenso blieb offen, warum das Feuer in der Nacht ausgebrochen war. 

Kleine Schwester der Wartburg 

Die Runneburg ist laut der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten um 1170 erbaut worden und thront auf einem kleinen Berg am Rand der kleinen Stadt Weißensee. Sie zählt demnach zu einem der bedeutendsten Zeugnisse romanischer Baukunst in Deutschland. In kaum einer Anlage sei so viel originale Bausubstanz des Hochmittelalters erhalten. Die Stiftung bezeichnet sie auch als "kleine Schwester" der bekannten Wartburg.

dpa