Debatte um digitale Gewalt
Prominente unterstützen Hamburger Demo für mehr Opferschutz

Eine der prominenten Unterstützerinnen des Demonstrationsaufrufs ist Luisa Neubauer. (Archivbild) Foto: Soeren Stache/dpa
Eine der prominenten Unterstützerinnen des Demonstrationsaufrufs ist Luisa Neubauer. (Archivbild) Foto
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"Es reicht! Die Scham muss die Seite wechseln": Warum Promis wie Luisa Neubauer die Demo unterstützen – und was der Fall Ulmen/Fernandes mit digitaler Gewalt zu tun hat.

Bei der Demonstration für die Opfer sexualisierter Gewalt werden heute in Hamburg Tausende Menschen erwartet. Nach Polizeiangaben wurden 7.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer angemeldet. Die Demonstration auf dem Rathausmarkt soll demnach bis 19.00 Uhr dauern. Am vergangenen Sonntag waren bereits in Berlin zahlreiche Menschen auf die Straße gegangen, die Polizei sprach von 6.700 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die Veranstalter von 13.000 Menschen.

Unterstützung für Demo

Die in Hamburg von der SPD-Bürgerschaftsabgeordneten Annika Urbanski angemeldete Demonstration wird unter anderem von der Klimaaktivistin Luisa Neubauer und der Kolumnistin Alexandra Zykunov unterstützt. Die Forderungen: mehr Schutz für Opfer sexualisierter Gewalt und echte Konsequenzen für die Täter. "Es reicht! Die Scham muss die Seite wechseln" schrieb Urbanski in einem Instagram-Post. 

Anlass der Demonstration und Hintergrund der aktuellen Diskussion über digitale Gewalt sind schwere Vorwürfe der Moderatorin und Schauspielerin Collien Fernandes gegen ihren Ex-Partner, den Schauspieler Christian Ulmen, über die zuerst der "Spiegel" berichtet hatte. Ulmens Anwalt Christian Schertz kündigte rechtliche Schritte gegen die Berichterstattung an, bei der es sich "in großen Teilen um eine unzulässige Verdachtsberichterstattung" handle. Zudem würden "unwahre Tatsachen aufgrund einer einseitigen Schilderung verbreitet".

dpa