Sexualisierte Gewalt im Netz
Hessen plant Maßnahmen gegen sexualisierte digitale Gewalt

KI-Manipulationen machen auch vor sexualisierten Darstellungen von Frauen im Internet nicht Halt. (Symbolbild) Foto: Marcus Bran
KI-Manipulationen machen auch vor sexualisierten Darstellungen von Frauen im Internet nicht Halt. (Symbolbild) Foto
© Marcus Brandt/dpa
Polizistinnen und Justizmitarbeiter sollen mehr über KI-generierte Nacktbilder im Netz erfahren. Auch den Opferschutz will Hessen verbessern. Welche zwei Minister ziehen hier an einem Strang?

Hessen reagiert auf die aktuelle Debatte zu sexualisierter digitaler Gewalt. Innenminister Roman Poseck und Justizminister Christian Heinz (beide CDU) stellen dazu am Donnerstag (11.00 Uhr) neue Maßnahmen im Landeskriminalamt (LKA) in Wiesbaden vor. Ziel ist es laut Innenministerium, den Schutz von Opfern und die Kompetenzen der Sicherheitsbehörden im Umgang mit sexualisierten Deepfakes zu verbessern. 

Auch LKA-Präsident Daniel Muth und der Leiter der Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität bei der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt, Benjamin Krause, informieren dabei über dieses Thema. 

Bundesregierung will Strafgesetzbuch ändern

Die Bundesregierung plant mit Blick auf sexualisierte digitale Gewalt eine Änderung im Strafgesetzbuch. Die unerlaubte Herstellung und Verbreitung von Nacktbildern und von KI-manipuliertem Material - sogenannte Deepfakes - soll künftig bestraft werden. Vermutlich wird der Bundestag im Herbst darüber entscheiden.

dpa