In Deutschland sind täglich mehrere tausend Menschen davon befallen: Ein Koma kann unterschiedliche Ursachen haben. Mal wird es künstlich hergestellt, um den schwerkranken Patienten zu entlasten, mal führt aber auch eine Schädel-Hirnverletzung, Sauerstoffmangel oder ein Schlaganfall zu einem dauerhaften Koma, das die Umgebung des Patienten vor dauerhafte Herausforderungen stellen kann. Die "37°"-Langzeitreportage begleitet Patienten in einer neurologischen Spezialklinik, insbesondere aber deren Angehörige bei den schweren Herausforderungen, die ihnen diese Situationen stellen.
Die Ursachen für ein Koma sind so unterschiedlich wie dessen Dauer und Verlauf. Nach Schlaganfällen, Hirnverletzungen oder schweren Infektionen mit folgender Ohnmacht steht den Angehörigen häufig monatelange Ungewissheit bevor. Im "37°"-Film liegt die 62-jährige Doris nach einem Herzinfarkt monatelang im sogenannten Wachkoma. Sie bekommt mit, was um sie herum geschieht, kann aber nicht reagieren. "Ein langes Koma nennen wir auch Verlust ohne Tod", sagt dazu eine Neurologin in der Fachklinik Neresheim. Ehemann und Tochter sehen sich lange Zeit vor große Herausforderungen gestellt.
Steffen hingegen konnte nach einem Herzinfarkt, den er beim Sport erlitt, gerettet werden, weil seine Frau sofort den Notarzt rief. Er wurde auf der Intensivstation nach Komplikationen ins künstliche Koma versetzt und kann nach seiner Behandlung nun wieder ein normales Leben führen. In der Reportage kommen Ärzte und Koma-Experten zu Wort, man bleibt aber vor allem nahe bei den Angehörigen. "Andere Menschen sollen erfahren, womit sie konfrontiert sind, wenn ein Familienmitglied im Wachkoma liegt und wie wichtig es ist, sich frühzeitig Hilfe zu suchen, um ein Trauma abzuwenden", betont die Tochter von Doris, die monatelang im Wachkoma lag.
37°: Koma – zwischen Leben und Tod – Di. 31.03. – ZDF: 22.15 Uhr