Aktienmärkte Börsencrash in Indien


Der maßgebliche Sensex-Index rutschte Montag in Bombay innerhalb weniger Minuten nach der Börsenöffnung um 15 Prozent nach unten. Die Aufsichtsbehörde ordnete daraufhin einen Handelsstopp an.

In Indien hat die Unsicherheit der Anleger über die Wirtschaftspolitik der künftigen Regierung den Aktienmarkt dramatisch einbrechen lassen. Innerhalb weniger Minuten nach Eröffnung der Börse rutschten die Kurse am Montag um mehr als zehn Prozent nach unten. Die Aufsichtsbehörde ordnete daraufhin einen einstündigen Handelsstopp an. Nach Wiedereröffnung verzeichnete der Aktienmarkt einen Verlust von weiteren fünf Prozent, woraufhin der Handel erneut ausgesetzt wurde. Es war der größte Crash in der Geschichte der indischen Börse.

Unsicherheit nach Wahlsieg

Der Sensex-Index an der Börse von Bombay verlor rund 15,5 Prozent, der nationale Nifty-Index brach um 17,5 Prozent ein. Grund für die Verluste sind Sorgen der Anleger, die neue Regierung unter Führung der Kongresspartei von Sonia Gandhi könnte die Privatisierung von Staatsbetrieben stoppen und Reformen rückgängig machen, um eine Regierungsbeteiligung der Kommunisten zu erreichen.

Manmohan Singh, Mitglied der Kongresspartei und ehemaliger Finanzminister, erklärte dagegen, die künftige Regierung werde eine investorenfreundliche Politik verfolgen: "Es gibt absolut keinen Grund zur Panik auf den Finanzmärkten", sagte Singh.

Kursverfall beginn schon Freitag

Die Kongresspartei und ihre Verbündeten brauchen im Parlament die Rückendeckung linksgerichteter Parteien. Diese könnten ihr Gewicht für eine Neuorientierung der Wirtschaftspolitik in die Waagschale werfen. Bereits am Freitag hatte der indische Aktienmarkt auf den anstehenden Regierungswechsel mit sinkenden Kursen reagiert.

DPA

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