EXPERTENTIPP Finanzamt darf in Baby kein Hindernis sehen


Wer aus beruflichen Gründen umzieht, darf die Kosten in seiner Steuererklärung geltend machen. Auch wenn er aus privaten Gründen sowieso eine größere Bleibe braucht.

Wer aus beruflichen Gründen umzieht, darf die Kosten in seiner Steuererklärung geltend machen - selbst wenn in der Familie zeitgleich ein Baby erwartet wird und eine größere Wohnung ohnehin notwendig gewesen wäre. Steht die berufliche Veranlassung eindeutig fest, darf das Finanzamt die Motivation des Werbungskostenabzugs nicht anzweifeln und mit Verweis auf den Nachwuchs streichen. Darauf macht der Bund der Steuerzahler in Bayern aufmerksam und verweist auf geltende Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (Aktenzeichen: Bundesfinanzhof, VI R 189/97).

Ein Werbungskostenabzug muss auch dann steuerlich anerkannt werden, wenn der Steuerzahler durch einen Umzug deutlich weniger Zeit für den Weg zum Arbeitsplatz und zurück nach Hause braucht. Als wesentliche Verkürzung der Wegezeit verlangt der Fiskus allerdings eine Zeitersparnis von mindestens einer Stunde täglich. Ein Jobwechsel muss in diesem Fall nicht gegeben sein.


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