GELDMARKT Rendite im Zinstal


Die Leitzinsen sinken, die Sparer verdienen weniger. Aber 3,5 Prozent sollten für Tagesgeldkonten noch drin sein.

Zigtausend Sparer

bekommen in diesen Tagen Post von ihrer Bank. Die Leitzinsen sinken, heißt es darin. Deshalb müssen auch Sparzinsen »angepasst werden« - und zwar nach unten. Die amerikanische Notenbank hat den Preis für Geld in diesem Jahr in zehn Schritten mehr als gedrittelt, von 6,5 auf nur noch zwei Prozent. Auch die Europäische Zentralbank (EZB) zog mit. In Euroland gibt es Zentralbankgeld für 3,25 Prozent Zins. Die Geldpolitiker erhoffen sich davon eine Ankurbelung der Konjunktur.

Die Kehrseite:

Mit den Zinsen für geliehenes Geld sinken auch die Zinsen fürs Ersparte. Auf Girokonten und Sparbüchern gibt es nur noch rund ein Prozent Zinsen - weniger als die Teuerungsrate, die zuletzt bei etwas mehr als zwei Prozent lag. Auch die Tagesgeldkonten mussten zuletzt abspecken. Warben manche Internetbanken im Sommer noch mit sechs Prozent, liegt das derzeitige Spitzenangebot bei vier Prozent. Doch wie lange noch? »Wir hoffen, die Vier vor dem Komma zumindest bis Ende des Jahres halten zu können«, sagt Ulrich Ott, Sprecher der Allgemeinen Deutschen Direktbank (DiBa). Um 3,5 Prozent sollten jedoch bei einer Anlagesumme von 10.000 Mark und mehr drin sein.

Zurück zur Börse?

Der Kauf von Daimler-Chrysler-Aktien verspricht zum gegenwärtigen Kurs eine Rendite von rund 7,5 Prozent. Der Wert ergibt sich aus dem Verhältnis des Kurses (um 45 Euro) und der versprochenen Bardividendenzahlung in Höhe von 3,36 Euro je Aktie. Doch Vorsicht: Die reine Dividendenrendite ist zwar vergleichsweise sicher. Nicht sicher ist aber - im Gegensatz zum Tagesgeld - der Erhalt des eingesetzten Kapitals. So ist für vorsichtige Anleger das Tagesgeldkonto ratsamer als die Aktie.


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