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Software-Test: "Öko-Test" überprüfte Steuerberatungs-Software

Bei mehr als der Hälfte der Programme für das Jahr 2003 waren laut Magazin die Berechnungen falsch. Die Software lohnt sich hauptsächlich für einfache Fälle wie fest angestellte Arbeitnehmer ohne große Sonderausgaben.

"Öko-Test" hat Steuerberatungs-Software für das Jahr 2003 untersucht und kommt zu dem Ergebnis: Mehr als 50 Prozent der Programme berechnen die Angaben falsch. Sieger wurde die "Steuersparerklärung plus 2004" vor der "Steuersparerklärung 2004" und dem "Wiso Sparbuch 2004". Die Tester kamen zu dem Schluss, dass sich die Programme besonders für einfache Fälle wie bei fest angestellten Arbeitnehmern ohne große Sonderausgaben gut eignen und einen teuren Steuerberater überflüssig machen.

Ohne Vorkenntnisse geht es kaum

Bei der Überprüfung legte das Verbrauchermagazin Wert darauf, dass die Programme auch Anwendern mit wenig Vorkenntnissen in Steuerfragen helfen, Geld zu sparen. Im ersten Anlauf wurden Daten im so genannten Laientest eingegeben, um zu simulieren, wie es jemandem ergeht, der sich im komplizierten deutschen Steuerrecht kaum oder gar nicht auskennt. Diesen Test konnte den Angaben zufolge keines von insgesamt sieben überprüften Programmen bestehen.

Öfter Probleme mit Soli und Kirchensteuer

"Noch ist keine Software so weit, dass sich der Steuerzahler bei einem schwierigen Fall mit allen Belegen vor seinen Computer setzt, diese eingibt und ein korrektes Ergebnis erhält", hieß es. In einem zweiten Anlauf wurden die Daten dort eingegeben, wo sie hingehören, um zu testen, ob die Programme richtig rechnen. Hier zeigte sich, dass einige Produkte unter anderem den Solidaritätszuschlag nicht richtig berechnet hatten. Ähnliches galt auch für die Kirchensteuer.

DPA