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Überprüfung: Dezember-Check fürs Depot

Bevor man zum Jahresende das Depot unter steuerlichen Aspekten unter die Lupe nimmt, sollten die einzelnen Werte zunächst unter finanzanalytischen Überlegungen durchleuchtet werden.

Anleger sollten zum Jahresende ihr Depot unter die Lupe nehmen. Das Deutsche Aktieninstitut rät, vor einer Prüfung unter steuerlichen Aspekten zunächst die einzelnen Werte unter finanzanalytischen Überlegungen zu durchleuchten. Sind die einzelnen Werte weiterhin Erfolg versprechend? Ist die Risikostreuung unter Branchen-, Länder- und Währungsaspekten noch optimal? Erst dann sollte sich Anleger die steuerlichen Gestaltungsmöglichkeiten unter die Lupe nehmen. Dabei geht es um folgende Grundüberlegungen:

Welche Transaktion lohnt sich?

Gibt es steuerpflichtige Gewinne, die die Freigrenze pro Person und Jahr von 512 Euro deutlich übersteigen? Dann sollten Anleger Ausschau halten nach Werten, die im Verlust sind und noch nicht länger als zwölf Monate im Depot liegen. Eventuell könne durch die Realisierung solcher Verluste der steuerpflichtige Gewinn kompensiert oder unter die Freigrenze gedrückt werden. Ist der Anleger von der Qualität der veräußerten Aktien nach wie vor überzeugt, kann er sie später wieder erwerben. "Er tauscht die zweimaligen Transaktionskosten gegen den Wegfall seines Einkommenssteuersatzes auf die Gewinne. Ein spitzer Bleistift hilft herauszufinden, ob die Transaktion lohnt", erklärt das DAI.

Verluste können übertragen werden

Liegen für 2003 bisher steuerliche Verluste aus Wertpapiergeschäften vor, so können diese aufs neue Jahr vor- oder auf das vergangene Jahr zurückgetragen werden.

DPA
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