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Bundes-Immobilien: Alles muss raus

Der Bund ist klamm und braucht dringend Geld. Was liegt da näher, als sich von dem zu trennen, was man nicht braucht und das nur kostet: Immobilien. Fehlt nur noch ein Käufer.

Der Bund will den Großteil seiner nicht mehr benötigten Immobilien verkaufen. Mehr als 55 000 Wohnungen, leer stehende Dienstgebäude und Militärflächen sollen über die neue Bundesanstalt für Immobilienaufgaben veräußert werden. "Das uns übertragene Immobilienvermögen steht mit zehn Milliarden Euro in der Bilanz. Davon sind 8,3 Milliarden Euro Umlaufvermögen, also zum Verkauf vorgesehen", sagte der Vorstandssprecher der Bundesanstalt, Hans Hinrich Schroeder-Hohenwarth, der "Financial Times Deutschland". "Wir planen, jedes Jahr Immobilien im Wert einer halben Milliarde Euro zu verkaufen - am liebsten zuerst die Geldfresser."

Wohnungen an entlegenen Standorten behalten

Die Bundesanstalt ist 2005 aus der Bundesvermögensverwaltung hervorgegangen und soll die Bewirtschaftung der Bundesimmobilien nach kaufmännischen Grundsätzen professionalisieren. Schroeder-Hohenwarth sagte: "Unsere 58 000 Wohnungen und einige attraktive Gewerbeimmobilien sind drei Milliarden Euro wert. Bisher haben wir etwa 5000 jährlich verkauft; davon werden wir wohl am Ende 3000 Wohnungen an entlegenen Standorten behalten."

DPA / DPA
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