Großes Interesse Postbank-Verkauf im Sommer möglich


Der Verkauf der Postbank könnte möglicherweise noch im Sommer über die Bühne gehen. Die bislang vorliegenden Angebote sollen über dem Börsenwert von zehn Milliarden Euro liegen. Finanzminister Peer Steinbrück soll eine deutsche Lösung bevorzugen, um den heimischen Standort zu stärken.

Ein Verkauf der Postbank dürfte Kreisen zufolge noch im Sommer über die Bühne gehen. Bei der Deutschen Post laufe alles auf einen Verkauf der Tochter hinaus, sagten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen Reuters am Freitag. Entscheidend hierfür seien die Gebote.

Die bislang eingegangenen Interessensbekundungen lägen deutlich über dem Börsenwert der Postbank von zehn Milliarden Euro. In Kürze bekämen die Interessenten voraussichtlich Einblick in die Bücher des Instituts. "Dann ist die Auswahl eines Käufers nur noch eine Frage von Wochen", sagte ein Insider. Es werde mit rund einer Handvoll verbindlicher Gebote gerechnet.

Unter den Interessenten für Deutschlands größte Privatkundenbank sind Finanzkreisen in- und ausländische Institute. Die Commerzbank und die Allianz träten gemeinsam auf, hieß es. Die Allianz wolle ihre Tochter Dresdner Bank mit den beiden Häusern fusionieren, um neben der Deutschen Bank einen zweiten nationalen Champion zu schmieden. Auch aus dem Ausland gebe es anhaltendes Interesse, hieß es in Finanzkreisen.

Insider räumen allerdings einer deutschen Lösung bessere Chancen ein. Dies wird Regierungskreisen zufolge auch vom Bund bevorzugt, der Großaktionär der Post ist und bis Jahresende ein Vetorecht beim Postbank-Verkauf hat. In einigen Medienberichten war am Freitag von einem schwindenden Interesse ausländischer Banken die Rede. Alle Beteiligten lehnten einen Kommentar ab.

Reuters Reuters

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