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Statistisches Bundesamt: Industrie baut so viel Jobs ab wie seit zwölf Jahren nicht

Die Krise trifft die Beschäftigen in der deutschen Industrie mit voller Wucht: Die deutschen Unternehmen bauen in ihren Fabriken so viel Arbeitsplätze wie seit zwölf Jahren nicht mehr. Eine Branche stellte allerdings mehr Menschen ein.

Die Wirtschaftskrise hat immer stärkere Auswirkungen auf die Arbeitsplätze in der Industrie. Die Zahl der Beschäftigten im verarbeitenden Gewerbe lag Ende Juli um 3,9 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor. Sie sank damit nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes auf 5,035 Millionen Mitarbeiter - der größte Rückgang seit mehr als zwölf Jahren. Die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden habe wegen der Ausweitung der Kurzarbeit sogar um 10,4 Prozent abgenommen. Die Summe der Bruttolöhne und -gehälter sank um acht Prozent.

Berechnet wurden die Zahlen für Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes mit 50 und mehr Beschäftigten. Besonders betroffen vom Stellenabbau waren die Herstellung von Metallerzeugnissen (minus 5,4 Prozent) sowie Gummi- und Kunststoffwaren (minus 5,3 Prozent). Aber auch in der schwer angeschlagenen Automobilbranche (minus 4,9 Prozent) ging es kräftig bergab. Im Maschinenbau ging die Zahl der Mitarbeiter um 3,2 Prozent zurück. Allerdings war auch ein Beschäftigungsaufbau zu verzeichnen: Bei Nahrungs- und Futtermitteln registrierten die Statistiker einen Stellenzuwachs von 1,6 Prozent gegenüber Juli 2008.

AP/DPA / AP / DPA
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