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Liefert künftig keine Briefe mehr aus: die dänische Post

Abschied vom Briefgeschäft: Dänische Post verkauft ihre Briefkästen

Die dänische Post will sich wegen ihrer Abkehr vom klassischen Briefgeschäft auch von ihren geschichtsträchtigen Briefkästen trennen. Ab Mitte Dezember werden tausend der roten Kästen, die seit dem 19. Jahrhundert quer durch das skandinavische Land aufgestellt worden waren, zum Verkauf angeboten, wie Postnord am Mittwoch ankündigte. Kosten sollen die Briefkästen als "kleines Stück dänisches Kulturerbe" je nach Ausmaß der Gebrauchsspuren zwischen 1500 und 2000 Kronen (rund 200 bis knapp 270 Euro).
Video: Post soll sich im Briefgeschäft mehr Zeit lassen dürfen

Video Post soll sich im Briefgeschäft mehr Zeit lassen dürfen

STORY: Die Bundesregierung hat größere Änderungen am Postgesetz auf den Weg gebracht. Das Kabinett billigte dazu einen Gesetzentwurf aus dem federführenden Wirtschaftsministerium. Die Deutsche Post soll demnach künftig mehr Zeit für die Zustellung von Briefen erhalten, zugleich sollen diese die Verbraucher aber zuverlässiger erreichen. Derzeit müssen mindestens 80 Prozent der Briefsendungen in Deutschland am folgenden Werktag ausgeliefert werden, 95 Prozent müssen nach zwei Werktagen beim Empfänger ankommen. Das soll sich nun ändern. Künftig sollen Standardbriefsendungen zu 95 Prozent am dritten Werktag nach Einwurf und zu 99 Prozent am vierten Werktag den Empfänger erreichen. Damit könnte die Post in Zukunft auch auf Nachtflüge in der Briefzustellung verzichten. Gleichzeitig will die Regierung für mehr Wettbewerb auf dem Markt sorgen und der Bundesnetzagentur mehr Kompetenzen einräumen. Die Bonner Behörde soll effektiver gegen "wettbewerbswidrige Preissetzungen" vorgehen können. Wettbewerber der Post haben dem Dax-Konzern im Großkundengeschäft immer wieder Preisdumping vorgeworfen. Die Post ist Platzhirsch und beschäftigt in ihrem Brief- und Paketgeschäft in Deutschland rund 192.000 Menschen. Doch die Briefmengen sinken. Der Bonner Konzern hatte in den ersten neun Monaten im Brief- und Paketgeschäft in Deutschland bei einem stagnierenden Umsatz und schrumpfenden Briefmengen einen Gewinneinbruch verbucht. Den Löwenanteil seiner Gewinne fährt er aber längst im internationalen Geschäft ein.