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Kassenpatient oder Privatversichert?: Der große Unterschied

Tobias A. Gubitz, 32, ledig, keine Kinder, Marken-Manager für "Drei Wetter Taft" bei Henkel. Er ist der Traumkunde jeder Privatkasse. Mit seinem Einkommen könnte er jederzeit von der Techniker Krankenkasse, bei der er versichert ist, ins Lager der Privatpatienten (zum Beispiel zur DKV) wechseln. Ein Leistungsvergleich...

Von Markus Grill

Gesetzliche Krankenversicherung (Techniker Krankenkasse) Private Krankenversicherung (DKV)
Beitragssatz: 13,7 Prozent Tarif: Vollmed
Kosten: 488 Euro pro Monat Kosten: 336 Euro pro Monat
(ab 1. Juli: 14,1 Prozent bzw. 502 Euro)
Versorgung im Krankenhaus:
Mehrbettzimmer. Heilpraktikerleistungen, wenn von Ärzten erbracht, werden übernommen; dann auch Homöopathie, Chirotherapie und alternative Krebstherapien. Plastische Chirurgie: Segelohren anlegen (bis 18 Jahre) und Brustoperationen (bei Frauen), wenn orthopädische Beschwerden nachweisbar sind Einbettzimmer mit Chefarztbehandlung. Heilpraktikerleistungen werden zu 100 Prozent übernommen. Plastische Chirurgie: Entscheidung nach Einzelfall. Gilt auch für Segelohren anlegen oder Brustoperationen (bei Frauen) aufgrund orthopädischer Beschwerden
Brillen:
werden nicht bezahlt werden alle zwei Jahre mit bis zu 310 Euro erstattet
Zahnersatz:
Es wird der Festzuschuss (50 Prozent) für die jeweilige medizinische Regelleistung erbracht. Wer mehr will, zahlt selbst Egal, ob Goldplombe, Krone oder teures Implantat: Übernommen werden 80 Prozent der Kosten für Zahnersatz
Vorsorge:
Alle gesetzlichen Vorsorgemaßnahmen, wie zum Beispiel Impfungen und Check-ups, werden übernommen Alle gesetzlichen Vorsorgemaßnahmen, wie zum Beispiel Impfungen und Check-ups, werden übernommen
Psychotherapie:
Nach Bewilligung des Therapieplans werden Sitzungen übernommen Bis zu 30 Sitzungen pro Kalenderjahr werden zu 80 Prozent bezahlt
Arzneimittel:
Versicherter zahlt zu. Bis zu fünf Euro für große Packungen komplette Kostenübernahme, auch für homöopathische Mittel
Kuren:
Zuschuss von 13 Euro je Tag müssen extra versichert werden
Beitragsrückgewähr:
Werden keine Leistungen beansprucht, zahlt die Kasse im ersten und zweiten Jahr einen halben Monatsbeitrag zurück, ab dem dritten Jahr einen Monatsbeitrag Reicht der Versicherte für ein Kalenderjahr keine Rechnung ein, erhält er 1260 Euro zurück

Mitarbeit: Lorenz Wolf-Doettinchem, Frank Donovitz, Rolf-Herbert Peters, Jan Rosenkranz, Elke Schulze

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