Mit Sorgen bis zum Morgen

Wer gestresst ist, schläft schlecht. Das ist normal. Machen Sie sich deswegen nicht zu viele Gedanken. Sonst vergrößern Sie Ihren Stress nur und schlafen noch schlechter - und dies ständig.

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Chronische Schlafstörungen, Schlaf, schlafen, schlaflos

Eine schlechte Nacht: Grübeleien und Ärger stören die Ruhe©

Wer Sorgen hat, schläft schlecht: Abends im Bett grübeln Sie lange. Nach Stunden schlafen Sie endlich ein. Mitten in der Nacht schrecken Sie auf. Erst nach einer Weile dämmern Sie wieder weg. Früh am Morgen sind Sie schon wieder wach - Stunden, bevor der Wecker klingeln sollte. Solche Stressphasen erlebt jeder: Die Arbeit wächst einem über den Kopf, in der Beziehung läuft es gerade schlecht, Sorgen ums Geld drücken. Was auch immer der Grund ist, die Folge ist dieselbe: schlechter Schlaf. Schlecht-Schlaf-Phasen sind in der Regel nach spätestens einem Monat vorbei. Manchmal aber verselbständigen sich die Schlafprobleme. Dann liegen Sie nachts wach und grübeln nicht mehr über die Finanzen oder den Partner, sondern über das Einschlafen selbst. So kann ein Teufelskreis entstehen: Weil Sie nicht mehr schlafen können, ärgern Sie sich oder verzweifeln. Das macht Sie unruhig und behindert die Nachtruhe erst recht. Deshalb fühlen Sie sich tagsüber erschöpft und Sie sind unkonzentriert.

Schlechter Schlaf ist oft gelernt

Schlafen Sie schon länger als vier Wochen fast jede Nacht schlecht, dann sollten Sie über einen Arztbesuch nachdenken. Bei solchen chronischen Schlafstörungen prüft der Mediziner zunächst, ob eine körperliche oder seelische Krankheit dahinter steckt. Hat er solche Ursachen ausgeschlossen, diagnostiziert er eine so genannte primäre Insomnie - eine Schlaflosigkeit, die sich nicht auf eine andere Krankheit oder Störung zurückführen lässt.

Fachleute vermuten, dass solche Schlafprobleme auf falsches Verhalten und unangemessenen Umgang mit Stress zurückgeführt werden können. Denn schlechte Angewohnheiten und nicht abgebauter Stress lassen Kopf und Körper das Schlafen buchstäblich verlernen.

Frauen und ältere Menschen leiden häufiger unter chronischen Schlafstörungen als Männer und Junge. Grundsätzlich gilt: Ab 40 wird der Schlaf leichter. Deshalb klagen ältere Menschen besonders häufig über Probleme. Bei Frauen kann auch der schwankende Hormonspiegel den Schlaf stören.

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