Mediziner kennen mehr als 200 verschiedene Kopfschmerz-Formen. Sie verursachen zum Teil sehr typische Symptome. Ihr Arzt wird detailliert nachfragen, um Ihre Beschwerden zu erfahren und zu verstehen.

Erzählen Sie, wie es sich anfühlt: Pocht es im Schädel oder zieht es?© Philipp Gülland
Das Gespräch ist der erste und wichtigste Teil der Diagnostik, also des Erkennens Ihrer Krankheit. Denn die meisten Kopfschmerzen können weder mit Ergebnissen aus dem Labor noch mit Apparaten eindeutig erklärt werden. In über 95 Prozent der Fälle kann der Arzt nach einem ausführlichen Gespräch mit Ihnen sagen, woher Ihre Kopfschmerzen kommen.
Allerdings ist der Arzt dabei auf Ihre Mitarbeit angewiesen. Denn Sie sind ja der Experte Ihrer eigenen Beschwerden. Bereiten Sie sich daher auf das Gespräch vor, indem Sie entweder Ihre Beschwerden zuvor notieren oder ein - schon vorgedrucktes - Kopfschmerztagebuch führen. Dies bringen Sie zu dem Gespräch mit. Es ist wichtig, dass der Arzt alle Ihre Beschwerden genau erfasst, um sie dann eindeutig einer Kopfschmerzart zuordnen zu können. Nur dann kann er Ihnen die richtige Therapie verordnen und Ihnen Tipps geben, wie Sie besser mit der Krankheit umgehen können.
Der Arzt wird Ihnen in dem Gespräch viele Fragen stellen. Zunächst möchte er Art und Umfang Ihrer Schmerzen herausfinden. Er fragt etwa:
Dann versucht er herauszufinden, wie es Ihnen mit diesen Schmerzen geht. Dazu stellt er Fragen wie:
In einem dritten Schritt erkundigt er sich nach Ihrer Lebens-Situation. Er möchte wissen:
Außerdem interessiert den Arzt, ob Ihre Kopfschmerzen von anderen Symptomen begleitet werden.
Wichtig ist auch, ob Sie vor oder nach Ihren Schmerzattacken Sehstörungen haben, ob Sie Zickzacklinien sehen oder einen Schleier vor den Augen haben. Oder ob Sie ein Kribbeln verspüren in Armen, Beinen und im Gesicht. Oder ob bestimmte Körperteile gelähmt sind. Wichtig sind auch Details zu den Medikamenten, die Sie einnehmen. Schreiben Sie deshalb vor Ihrem Arztbesuch genau auf, welche Medikamente Sie wann, wie häufig, seit wann und in welcher Dosis einnehmen.
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Wolfgang Schillings