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Die Galionsfigur der ultra-konservativen Tea-Party-Bewegung in den USA, Sarah Palin, stellt ab Dienstag ihr neues Buch vor.
Margot Käßmann, 52, gilt seit ihrem Rücktritt als eine Ikone des Anstands. Deswegen wurde sie bei ihrer Buchpräsentation nach vielem gefragt - Libyen, Japan, Guttenberg. Doch die ehemalige Bischöfin will nicht ins Politische. Sondern ins Grundsätzliche.
Der umstrittene Bundesbankvorstand Thilo Sarrazin tritt ab. Doch einen "goldenen Handschlag" bekommt er nicht. Während der 65-Jährige auf Lesetour sein heftig diskutiertes Buch vermarktet, hofft die SPD, dass sich Sarrazin nun auch aus dem Parteileben zurückzieht.
Der Druck war zu groß: Angesichts der Kritik an seiner Migrantenschelte hat Thilo Sarrazin sein Ausscheiden aus dem Bundesbankvorstand erklärt. Dem Bundespräsidenten bleibt eine Entscheidung erspart.
In ihrem Buch "Feuchtgebiete" gibt Charlotte Roche allerhand Intimes aus ihrem Leben preis und überschreitet dabei gnadenlos eine Ekelgrenze nach der anderen. Der (Hochkultur-)Sender Arte stört sich am Übelkeit erregenden Inhalt des Bestsellers jedoch nicht und zeigt um 22:40 Uhr eine Dokumentation über Roche's unappetitliche Lesereise.
Bestsellerautorin Zeruya Shalev hat mit "Für den Rest des Lebens" ihren vierten Roman veröffentlicht. Ein Gespräch über Israel, das Attentat, das sie 2004 überlebt hat, und die Adoption ihres Sohnes.
Während einer Lesereise in Italien trifft ein britische Autor auf eine schöne Kunstexpertin. Der Funke springt über und so treffen sie sich, um zusammen aufs Land zu fahren. Dort verlieren sie sich in einer Diskussion über Realität und Fiktion.
Neues von "Herrn Lehmann": Sven Regener ist vor sechs Jahren unter die Blogger gegangen, jetzt ist ein Buch daraus geworden. Mit dabei ist Hamburg-Heiner, Freund, Feind und Einpeitscher.
Markus Grimm war der Grimmige in der Popstars-Band Nu Pagadi. Was niemand weiß: Nachdem es die Casting-Band nicht mehr gibt, schreibt er Kinderbücher und entwickelt iPhone-Apps. Carsten Scheibe sprach mit Markus Grimm über seine Apps, über seine Ideen und über - Castingshows. Markus Grimm: Diesen Namen kennt man doch? Welche Staffel von Popstars habt ihr eigentlich damals gewonnen mit Nu Pagadi? Hast du noch Kontakt zu deinen alten Bandkollegen? Wie ist es euch damals nach Popstars eigentlich weiter ergangen? Das war damals die vierte Staffel – irgendwo zwischen Sinn und dem heutigen Unsinn von Castingshows. Ich habe noch Kontakt zu den anderen, aber nach dem Ende der Band steht man erst mal allein da. Und es dauert Jahre, bis endlich das Belächelt-werden aufhört, wobei man als deutscher Gewinner doch noch als Verlierer abgestempelt wird. Du hast mit Martin Kesici das Buch „Sex, Drugs & Casting-Shows“ geschrieben. Wie bist du auf Kesici gekommen? Und warum hattest du so einen “Grimm†auf die Casting-Shows? Weiß man nicht vorher, dass das nicht funktionieren kann? Oder ist man als Gewinner in einem Maß fremdbestimmt, das nicht mehr feierlich ist und das man so nicht vorausahnen kann? Martin und ich kennen uns schon lange und gehören wohl zu den Charakteren dieser Shows, die eben nicht ins typische Boyband-Bild passen. Daher haben wir uns sofort super verstanden und nach ein paar Jahren das Buch geschrieben, weil die Menschen uns immer wieder ansprechen. Sätze wie “Man hört nichts mehr von dir!†haben uns dazu bewegt, endlich einmal aufzutischen und zu erzählen, was da so abläuft hinter den Kulissen. Natürlich kann man heute sagen: “Das kann eh nicht funktionieren mit diesen Castings!†Zu meiner Casting-Zeit gab es alle anderen Bands aber weiterhin noch und ich hab es als Chance gesehen – dass es am Ende so aussieht und man am Boden liegt, wusste ich nicht. Neulich dachte ich noch: “Komisch, das etwas, was als Chance beginnt, ein Leben zerstören kann!†Klingt wehleidig, aber es ist so, wenn man so viele neue Projekte hat wie etwa Kinderbücher, iPhone-Apps und eigene Songs – und diese am Ende fast daran scheitern, weil man ja der Typ aus dem Casting ist und keiner einfach nur den Produkten eine Chance gibt, sondern es immer auf den Typen im Pelz reduziert. Daher kommt dieser Grimm auf die Shows, da man in einer Schublade steckt mit all den unfassbar schlechten Clowns, die nur zur Belustigung dorthin gehen und genau deswegen vermarktet werden. Oder auf diese ewige Mitleidsmelodie, mit denen Schicksale in zahlende Telefonanrufe verwandelt werden. Was hat denn D! Soost zu dem Buch gesagt? Ich habe keine Ahnung – ich habe ihn nicht gesprochen. Im Buch geht es auch nicht darum zu lästern, die Castings waren das Sprungbrett. Und D! war in diesem halben Jahr ein treuer Begleiter, der mir Mut gemacht hat, so steht es auch im Buch. Ich glaube aber, dass er sauer auf mich ist wegen dem Buch. Wenn ja, dann ist es halt so – schade um die schönen Momente. Und Menschen gehen halt oft und schnell wieder getrennte Wege oder passen nicht zusammen – so wie Knoblauch zu Nutella oder ein Tänzer zur Jury eines Gesangswettbewerbs. Nu Pagadi gibt es nicht mehr. Machst du weiter Musik? Vermarktest du sie klassisch über Plattenfirmen oder selbst über youmusic24.com ? Was ist das für eine Plattform? Neben all meinen Projekten steht nun auch wieder Musik an. Es hat lange gedauert, bis ich die Liebe zur Musik wieder gefunden habe und Musik nicht mehr als reine Ware gesehen habe. Nun bin ich mit Richard Geppert im Studio, der auch schon für Xavier Naidoo Songs geschrieben hat und ein unfassbar genialer Mensch mit viel Geduld ist. Die erste Single ist aufgenommen und es fühlt sich gut an, wieder selbst an Songs und Texten zu schreiben und nicht mehr einfach, wie Martin Kesici immer sagt, ein Karaoke-Sänger zu sein, der fremde Lieder nachsingen muss. Wir schauen gerade nach einem Label als Partner für die Single „Ich dich auch“ und das geplante Album. youmusic24.com ist eine Plattform für Künstler, die ihre Musik verbreiten möchten, ohne fest gebunden zu sein. Dahinter steckt ein gutes Konzept und ich bin seit der Entwicklung der Plattform mit dabei und liebe diese digitale Freiheit. Ein klassisches Label und eine gepresste CD lassen mein Herz natürlich immer noch höher schlagen – weil man ja gern Bücher oder eben CDs auch in der Hand halten mag. In Deutschland „darf“ man ja eigentlich nur eine Begabung haben, an der man sein Leben lang festhält. Also denkt man, dass du „nur“ Musik kannst und nichts anderes. Oft glaubt man ja, dass die Casting-Gewinner, die wieder in der Versenkung verschwinden, weinend zu Hause auf dem Sofa sitzen und darauf warten, dass Dee! oder Bohlen sie wieder ins Rampenlicht zurückholen. Bei dir ist es ja so, dass du anscheinend sehr viele Begabungen hast und sie auch munter ausübst. So arbeitest du auch als Moderator? Wie und wo und zu welchen Themen? Ich war noch nie jemand, der auf dem Sofa liegt und abwartet – denn da kann man lange warten. Ist die Kuh erstmal gemolken, braucht bald keiner mehr die alte Milch – dafür gibt es ja immer wieder neue Kandidaten, die ins Rampenlicht drängen. Ich habe vor dem Casting bereits viel geschrieben und auch Moderationen gemacht. Ich bin absoluter Technik-Fan und freue mich über jedes neues Spielzeug, das ich in meiner iMusic1- Sendung “Tekknissimo†teste. Ich kann mich zwar auch einigeln und heulen – dabei höre ich dann Freddie Mercury und Queen – ich versuche aber, mich mit dem Schmerz auseinanderzusetzen, wenn wieder Projekte abgesagt wurden. Das kennt ja jeder aus seinem Alltag – und es ist menschlich und macht mich auch aus -, aber Liegenbleiben ist keine Lösung und so geht es immer weiter. Dafür hab ich einfach zu viele kreative Ideen. Und ganz ehrlich, das Casting war eine „Doku-Soap“ nicht mehr und nicht weniger. Immerhin hab ich gewonnen und bin keiner von den unzähligen Dritt- bis Zehntplazierten, die meinen, sie wären die größten Helden. Die rennen dann auf allen Parties rum und lassen sich in ihren 15 Minuten Ruhm schön Puderzucker und anderes in den Hintern blasen – ich blieb lieber daheim und hab an neuen Projekten gearbeitet. Denn nur wer mehr anbieten kann als ein dünnes Stimmchen, der hat auch eine Chance weiter zu machen. Was sagst du zu all den Casting und „Real-Doku-Formaten“, die das TV überschwemmen? Alles hat seine Berechtigung, auch wenn neue Formate wie XFaktor oder die gerade beendete Supertalent Staffel, auch wieder nur ins Mitleidshorn geblasen und traurige Geschichten erzählt haben, anstatt Talent und Stimme allein zählen zu lassen. Scheinbar kann nur Stefan Raab eine Castingshow machen, in der es nur um die Stimme und nicht um Geschichten geht. Der Name verpflichtet. Markus Grimm = Grimms Märchen. Mit „Fleckies Reise“ hast du ein Kinderbuch geschrieben, das anscheinend sehr gut im Buchmarkt aufgenommen wurde. Erzähl doch einmal: Was passiert in dem Buch, woher kommt die Idee, in welchem Verlag ist das erschienen? Und was hat es mit der Interaktivität in Buchform auf sich? Ja, das mit dem Namen verfolgt mich seit frühster Kindheit. In der Grundschule habe ich angefangen zu schreiben und es ist meine Art, Dinge zu verarbeiten. Schnell wuchs das Interesse an mir und meiner Arbeit und es fasziniert mich, wie viele Leute meinen Worten folgen – auch virtuell bei Facebook zum Beispiel. Das macht Mut, weiterzumachen. Und eben diese Kinderbuchidee ist so alt wie mein Bedürfnis zu schreiben. Nach dem Castingbuch kam ein Verleger auf mich zu und fragte, ob da was dran wäre, an meinen Ideen zu Kinderbüchern. Und so wurde dann endlich “Fleckie, der Marienkäfer†geboren – ein Käfer mit Kuhflecken anstatt Punkten. Inzwischen habe ich für mehrere Teile unterschrieben. “Fleckies Reise†ist beim Lokomotion Verlag bereits erschienen und erweckt viel Aufsehen. Ich finde es wichtig, nicht auf dem Sofa vor der Glotze zu sitzen und alles in fertigen Häppchen zu bekommen, so kam die Idee mit der Interaktion mit ins Buch hinein. In jeden Fleckie-Buch müssen Kinder selbst in die Geschichte eingreifen und sie zwischendrin weiterführen. So hat Fleckie im ersten Teil Heimweh und die Kinder müssen selbst überlegen, wie er aus Frankreich wieder zurück nach Faltental kommt. Ich sage ihnen nur, dass selbst zu fliegen viel zu weit für Fleckie ist und sie sich andere Wege überlegen sollen. Dabei sind schon tolle Geschichten entstanden, von denen ich immer dann erfahre, wenn ich auf Lesereise bin. Beeindruckend finde ich das Buch „Fleckies Speise“, das Ende 2010 in Buchform erschienen ist. Namhafte Köche wie Christian Rach, Alfons Schuhbeck und Eckart Witzigmann haben hier Rezepte beigetragen, die jedes Kind nachkochen kann. Wie habt ihr es geschafft, diese Köche zum Mitmachen zu bewegen? Wie lief die Zusammenarbeit ab? Und was ist dein Lieblingsrezept? Stimmt es, dass der Queen-Gitarrist Brian May auch mit einem Rezept im Buch vertreten ist? Danke für dieses Kompliment! Das hat wohl der Charme von Fleckie geschafft. Ich hab einfach rumtelefoniert, nachdem ich die Idee zu einem Kinderkochbuch voller Geschichten und toller Rezepte hatte. Und schon füllte sich die Liste derer, die ich gern dabei haben wollte und die derer, die tatsächlich sofort mit dabei waren. Ich freue mich sehr auf dieses Buch. Es ist doppelt so dick wie die normalen Fleckie-Teile und bietet so viel. Es ist das erste Kochbuch, dass Kinder auch im Kinderzimmer lesen können und dass eben nicht nur in der Küche einen Sinn macht – weil eben all die Geschichten zu den Rezepten und auch zu den Paten das Buch so spannend machen. Die Rezeptpaten waren alle sehr freundlich und hilfsbereit. Ich denke, dass allen, die mitgemacht haben, dieses Buch gefallen wird und es einen Platz in ihren Herzen findet. Bleibt nur zu wünschen, dass auch alle anderen das Buch lieben werden. In diesem Werk steckt tatsächlich mein ganzes Herzblut und sogar mein größter Traum – denn Brian May von Queen, meiner Lieblingsband, hat ebenfalls ein Rezept geliefert und ist Fleckies neuer Held geworden. Fleckie hat anscheinend das Potenzial, der neue Lieblingsstar der Kinder zu werden. Es gibt sogar schon ein Plüschtier, oder? Jetzt erobert Fleckie auch noch das iPhone und den iPod touch. Worum geht es in der ersten App, die du zusammen mit Arktis umgesetzt hast und die bereits im AppStore steht? Ja, also bislang reagieren alle Kids mit einem Lächeln auf den kleinen Kerl mit den Kuhflecken. Das Plüschtier ist schon in viele Kinderzimmer eingezogen und ich habe so liebe Bilder bekommen, die mich immer wieder rühren. Wenn dann eine Idee aus deinem Kopf real wird und am Ende sogar von so vielen Kids als Stofftier gehalten wird: Das ist ein Lohn, den man nicht in Geld bemessen kann, denn so hab ich etwas erreicht, was bleibt. Die App war für mich der nächste Schritt. Da ich ja Technikfan bin und viele Kids von Freunden auch schon an den iPod touch herandürfen, dachte ich mir, dass man da garantiert auch etwas machen kann. Mit meinem Programmierer Danny Thüring hab ich mittlerweile vier Apps entwickelt und Fleckies Schiebepuzzle ist das erste Spiel, das nun im AppStore zur Verfügung steht. Es folgen auch noch ein Rechenspiel und ein Suchspiel. Arktis ist für mich der perfekte Partner. Geschäftsführer Rainer Wolf und ich kennen uns schon lange und wir sind beide einfach nur Spielkinder und tauschen uns immer über den neusten Kram aus, den es so gibt. Wir haben schon witzige Dinge zusammen entwickelt und die App ist dort am besten zuhause. Ein Schiebepuzzle ist ja ganz nett, aber wäre es nicht viel spannender, die drei Bücher als E-Book umzusetzen? Oder die Rezepte ins iPhone zu holen? Oder auf das iPad? Was ist denn da noch geplant? Das sind alles Dinge, die nach und nach anstehen. Ich bin ja auch nur ein Mensch mit 24 Stunden Zeit am Tag – und auch meine Freunde und Kollegen müssen einmal schlafen. Manchmal lasse ich meinen Programmierer und andere Kollegen einfach nur rotieren, weil sich so viele Ideen in meinem Kopf drehen, die ich dann gern schnell “in echt†sehen mag. Aber bislang gibt es die Bücher, Stofftiere, Buttons und eben die App – der Rest folgt. Fleckie war ein Knaller. Sind weitere Knaller geplant? Oder lehnst du dich jetzt zum Ausruhen erst einmal zurück? Nein, ich hab keine Zeit zum Ausruhen. Und da Fleckie ein Knaller ist und eben eine Serie daraus geworden ist, bin ich viel mit dem kleinen Kerl unterwegs. Zwischendrin wird es dann eben Zeit, neue Musik zu machen. Da freu ich mich sehr auf den ersten Song “Ich dich auchâ€, den ich zusammen mit Richard Geppert geschrieben habe. Und Fleckie ist nicht nur als Buch und App gefragt. Derzeit arbeite ich mit einem guten Kollegen und Komponisten an der musikalischen Umsetzung und an den Hörspielen zur Fleckie-Reihe. Das wird garantiert auch spannend. Ach ja: Hast du eigentlich selbst ein iPhone oder ein iPad? Wie intensiv nutzt du die Geräte? Was findest du an ihnen toll, was nervt? Und welche Apps sind dir am liebsten? Ohne mein iPhone oder mein iPad geht nichts mehr – ich habe jahrelang behauptet, so etwas nicht zu brauchen, weil ich ja meinen Mac zuhause habe. Aber mittlerweile ist es unabdinglich, damit Mails zu lesen, Facebook zu betreuen oder mit Freunden in Verbindung zu bleiben. Ich liebe Spiele auf dem iPhone und stehe total auf Flippertische. Es geht einfach nicht mehr ohne die genialen technischen Spielereien. Auch wenn ich gern mal zum Selbstversuch eine Woche ohne alles in den Wald gehen möchte. Das könnte wirklich spannend werden – Statusmeldungen in Bäume zu ritzen. Danke dir, Markus, für die Zeit, die du dir genommen hast. Fotos: aus dem Privatbesitz von Markus Grimm, mit freundlicher Genehmigung. Das Foto von Grimm&Hund stammt von Frank Lothar Lange. Das Porträt-Foto ganz oben stammt von Dennis Weber.
In seinem neuen Buch hat der russische Autor Wladimir Kaminer seine Abenteuer in der deutschen Provinz zusammengetragen, von Sinsheim bis Sindelfingen, von Regenstauf bis Regensburg.
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