Diebe graben 30-Meter-Tunnel zum Tresorraum

14. Januar 2013, 16:18 Uhr

Eine Bank in Berlin-Steglitz ist auf ungewöhnliche Weise ausgeraubt worden: Die Täter haben von einer Tiefgarage aus einen etwa 30 Meter langen Tunnel bis zum Tresorraum gegraben.

Auf spektakuläre Weise ist eine Bank in Berlin-Steglitz ausgeraubt worden. Die Täter brachen in einer benachbarten Tiefgarage eine Wand durch und gruben einen etwa 30 Meter langen Tunnel, der in den Tresorraum der Volksbank-Filiale führte.

O-Ton: Thomas Neuendorf, Sprecher Polizei Berlin

"Also zunächst wurde die Tat heute morgen festgestellt, so kurz nach sechs Uhr wurde ein Brand von Anwohnern bemerkt, die Feuerwehr wurde gerufen, als die dann aber das Feuer gelöscht hatte, stellte man fest, dass unbekannte Täter einen Tunnel gegraben haben. mehr...

Und zwar einen Tunnel von einer Tiefgarage, die sich hier neben einer Bank befindet etwa dreissig Meter unter einer Grünanlage durch bis zum Tresorraum der Bank. In der Bankfiliale haben die Täter dann diverse Schliessfächer von Kunden geöffnet und die Wertsachen daraus entwendet." Die Täter konnten entkommen. Die genaue Höhe des Schadens ist noch unbekannt. Anlieger der Tiefgarage schöpften trotz der aufwendigen Grabungsarbeiten im Vorfeld offenbar keinen Verdacht.

O-Ton: Anwohner

"Man nimmt es nicht wahr. Das einzige was ich mitbekommen habe, das waren zwei Bauarbeiter, Sie waren angekleidet wie Bauarbeiter, ob Sie wirklich es sind weiss ich nicht, auf alle Fälle, Sie standen ungefähr ein paar Meter von der Tiefgarage entfernt und haben geraucht."

O-Ton: Thomas Neuendorf, Sprecher Polizei Berlin

"Also ganz offensichtlich waren das sehr aufwendige Arbeiten, die die Täter durchgeführt haben, hier mussten Betonwände durchbrochen werden, hier musste Erdreich weggeschafft, wegtransportiert werden, nach unserer Einschätzung muss das über einen längeren Zeitraum stattgefunden haben, das ist keine Tat von einem Wochenende."

Laut Polizei gibt es in der Tiefgarage Rolltore, die den Grabungsbereich abgrenzten. Nun wird geprüft, ob Videokameras die Täter aufnahmen. Schließen