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Mit diesen Projekten wollen Schüler die Welt verändern

Beim Deutschen Gründerpreis zeigten Schüler mit ihren Projekten, dass kreative Ideen in Deutschland keine Mangelware sind - und dass kluge Einfälle die Welt ein bisschen besser machen können.

  Die Sieger des Deutschen Gründerpreises für Schüler: Mit ihrer App "OPPIA" soll lernen digital mehr Spaß machen.

Die Sieger des Deutschen Gründerpreises für Schüler: Mit ihrer App "OPPIA" soll lernen digital mehr Spaß machen.

Anzüge, Krawatten und schicke Kleider, wohin das Auge blickt. Zwischen Kaffee, Bionade und belegten Broten drehen sich die Gespräche um Business-Pläne, Vermarktungschancen und die Zukunft von Unternehmensgründungen. Was sich anhört wie das Treffen eines Wirtschaftsverbandes, ist das Zusammenkommen der Finalisten des Deutschen Gründerpreises für Schüler, der jetzt in Hamburg verliehen wurde. Der Wettbewerb für Jugendliche ab 16 Jahren soll jungen Menschen die Möglichkeit geben, viel über die Gründung eines eigenen Unternehmens zu erfahren. 

In einem fiktiven Spiel, bei dem die Schüler vier Monate lang ihre eigenen Produkte entwickeln und einen Business-Plan für diese erstellen mussten, sind zahlreiche kreative Ideen herausgekommen. Unterstützt vom stern, Porsche, der Sparkasse und dem ZDF hatten die jungen Kreativen die Möglichkeit, sich bei echten Unternehmen zahlreiche Tipps für die Entwicklung ihrer Ideen zu holen. Herausgekommen sind einige bemerkenswerte Projekte, die nicht nur die Chance auf einen erfolgreichen Marktstart hätten, sondern auch die Welt ein bisschen verändern könnten. Wir stellen die zehn besten Ideen vor, die bei der Preisverleihung prämiert wurden.

Platz 1: OPPIA

Die Idee

Die Sieger des diesjährigen Gründerpreises gehen mit ihrer Idee da hin, wo immer mehr Schüler heute kommunizieren: Messenger-Apps auf dem Smartphone. Mit der App "OPPIA" (Finnisch für lernen) soll es möglich sein, mathematische Formeln, Strukturzeichnungen oder Gleichungen ganz einfach per Kurznachricht an andere zu verschicken, um die Aufgaben online gemeinsam mit Freunden zu lösen. "Die Schüler bekommen so durch mehr Lernspaß auch mehr Erfolg", erklären die jungen Gründer ihre Idee. Eine erste Anfrage für die Umsetzung der App gibt es bereits von einem Schulbuchverlag. "Wir stehen der Idee darauf einzugehen positiv gegenüber", sagen die jungen Unternehmer. Dafür hat das Team auch allen Grund: Bei einer Umfrage an ihrer Schule haben sie herausgefunden, dass 93 Prozent der Schüler eine solche App kaufen würden - für einen Preis bis zu 1,99 Euro.

Das Team vom Hans-Multscher-Gymnasium, Leutkirch im Allgäu

Martin Henle (Jahrgang 1997)

Julian Hengge (Jahrgang 1998)

Leopold Wiedenmann (Jahrgang 1998)

Platz 2: Airpack

Die Idee

Mit ihrem Projekt will das Team den wachsenden Versand von Produkten umweltfreundlicher machen. Der Plan: Im Inneren eines Kartons befindet sich eine aufblasbare Membran, die das Produkt schützt. Der Empfänger muss nur die Luft ablasen und das gefaltete Paket zurück an den Händler schicken. Für ihre Idee haben die jungen Erfinder eine gründliche Recherche betrieben: "Der tollste Moment während der Entwicklung war der Besuch einer Verpackungsmesse, auf derwir festgestellt haben, dass es so eine Idee noch nicht gibt", erzählt das Team. Bevor "Airpack" in den Handel kommen könne, müsse man aber noch einige Überzeugungsarbeit bei der Industrie leisten.

Das Team vom Fürstenberg-Gymnasium, Donaueschingen

Magnus Schwab (Jahrgang 1998)

Marvin Muscat (Jahrgang 1997)

Lars Hinrichs (Jahrgang 1997)

Philipp Bürk (Jahrgang 1997)

Lukas Werb (Jahrgang 1997)

Jan Hubrich (Jahrgang 1997)

Platz3: Smart Glasses 4 YOU

Die Idee

"Smart Glasses 4 YOU" soll blinden Menschen ein unabhängigeres Leben ermöglichen. Die Idee: Eine Brille mit GPS-System, Infrarotsensor, Internetzugang und Lautsprecher ausgestattet, soll die Brille dem Träger mit Sprachanweisungen den Weg weisen. Zudem soll man mit einem Notfallknopf sofort Hilfe rufen können. Der Standort wird dann automatisch an die Notrufzentrale übermittelt. "Wir hatten viele Ideen, aber haben uns dann für die entschieden, mit der wir Menschen am besten helfen könnten", sagen die kreativen Entwickler der Brille. "Durch unsere Brille könnten Blinde einfach selbstständiger werden."

Das Team vom Wirtschaftsgymnasium am Karl-Schiller-Berufskolleg, Dortmund

Verena Breuker (Jahrgang 1997)

Alina Woitynek (Jahrgang 1997)

Laura Wowra (Jahrgang 1997)

Martina Kolodziej (Jahrgang 1996)

Platz 4: Petty

Die Idee

Mit "Petty" sollen Besitzer von Haustieren entlastet werden, indem ein Futterautomat die Tiere automatisch mit Futter versorgt. Das per App gesteuerte Gerät soll zusätzlich anzeigen, ob der Vierbeiner auch genügend Futter und Wasser zu sich nimmt. Für den Besitzer soll es so möglich sein auch kurzfristige Termine wahrnehmen zu können, ohne sich um sein Haustier sorgen zu müssen. Dass Tierliebe bei den jungen Gründern großgeschrieben wird, zeigt auch der Moment, den das Team als schönsten während der Arbeit empfand: "Wir hatten in einer Zoohandlung ein Fotoshooting mit vielen Meerschweinchen", berichten die Schüler begeistert.

Das Team der Kaufmännische Schulen Rheine

Katharina Köppe (Jahrgang 1996)

Eliza Herting (Jahrgang 1997)

Phillis Wobbe (Jahrgang 1996)

Melanie Beckersjürgen (Jahrgang 1996)

Liana Hagel (Jahrgang 1996)

Christoph Feld (Jahrgang 1996) 

Platz 5: Clever Snacks

Die Idee

"Clever Snacks" soll eine gesunde Ernährung an Schulen und in Kindergärten garantieren. Das Cateringunternehmen will Smoothies, Obst und Salate in die Kantinen liefern, um eine Alternative zu Burgern, Pizza und Co. zu bieten. Ansprechend zubereitete Gerichte sollen zudem Spaß an gesunder Ernährung vermitteln. "Man hört besonders oft von schlechtem Schulessen. Wir denken so den richtigen Weg gefunden zu haben, um früh mit einer gesunden Ernährung beginnen zu können", erklären die Gründer das Konzept ihres Unternehmens. Gleich nach der Schule will das Team aber nicht in den Markt einstiegen. Vorher sollen noch eine Ausbildung oder ein Studium die Grundlage für das Geschäftsleben bieten.

Das Team der Kaufmännische Schulen Rheine 

Niklas Perdun (Jahrgang 1997)

Nadine Brauner (Jahrgang 1997)

Pia Geisemann (Jahrgang 1997)

Anja Dömer (Jahrgang 1997)

Laura Schmitz (Jahrgang 1996)

Tim-Jonas Marczinzik (Jahrgang 1998)

Platz 6: Vicurita

Die Idee

Junge Menschen, die jetzt schon ans Alter denken. Das ist das Team rund um "Vicurita". Ein Armband, das über eine App gesteuert wird, kontrolliert laufend die Vitalfunktionen des Träger - in der Regel ältere Menschen. Bei kritischen Messwerten wird sofort eine Nachricht an Angehörige oder den Notarzt abgesetzt, damit diese schnell reagieren können. Auch wenn das Team ihr Produkt zunächst nicht auf den Markt bringen will, können sich alle eine Zukunft als Unternehmensgründer vorstellen. "Unser Produkt im Rahmen des Gründerpreises wachsen zu sehen, wird uns nie wieder loslassen. Das war eine prägende Erfahrung, die Mut macht in Zukunft ein eigenes Unternehmen zu gründen", sagen die Teammitglieder.

Das Team von der Internatsschule Schloss Hansenberg, Geisenheim

Jonathas Enders  (Jahrgang 1998)

Florian Haslbeck (Jahrgang 1997)

Yian Liu (Jahrgang 1998)

Anna Ehlers (Jahrgang 1997)

Eric Völker (Jahrgang 1997)

Antonia Tolo (Jahrgang 1998)

Platz 7: Light the Night

Die Idee

Durch Mode Unfälle verhindern. Das ist der Ansatz von "Light the Night". Das Team hat eine Kollektion von Kleidungsstücken entwickelt, die mit LEDs zum Leuchten gebracht werden können. So sollen Fußgänger auch im Dunkeln stets gut zu erkennen sein. Für alle, die zukünftig selbst ein eigenes Produkt entwickeln wollen, hat das Team einen einfachen Tipp: "Habt viel Mut und Geduld."

Das Team vom Johannes-Kepler-Gymnasium, Reutlingen

Lisa Weber (Jahrgang 1998)

Tamina Niggemann (Jahrgang 1998)

Christian Mändle (Jahrgang 1997)

Maria Koltsidou (Jahrgang 1997)

Filip Antunkovic (Jahrgang 1996)

Matthias Kott (Jahrgang 1997) 

Platz 8: The Potato-Flower Company

Die Idee

Die jungen Gründer wollen die lateinamerikanische Pflanze Topinambur in Europa ganz groß raus bringen - und das gleich in mehren Bereichen. Topinambur soll nicht nur als schmackhafte gesunde Ernährung für Diabetiker und Übergewichtige eingesetzt werden, sondern auch in Form von Biomasse der Energiegewinnung dienen. Die Idee zu ihrem Projekt kam den jungen Unternehmern im Alltag: "Wir arbeiten viel im Garten und kochen auch sehr gerne. Dabei entstand die Idee etwas aus dieser Pflanze zu machen", so das Team.

Das Team vom  Lerchenberggymnasium Gymnasium, Altenburg

David Baunack (Jahrgang 1997)

Rico Scheffler (Jahrgang 1996)

Benjamin Reibetanz (Jahrgang 1996)

Pierre Weidlich (Jahrgang 1996)

Jan Roeser (Jahrgang 1996)

Laura Klöppel (Jahrgang 1997)

Platz 9: Gloready

Die Idee

"Gloready" soll Menschen mit Leseschwäche oder schlechten Deutschkenntnissen das Leben erleichtern. Die App verknüpft eingescannte Texte beim Vorlesen mit Bildern und zeigt diese an. So sollen die Nutzer leichter den Inhalt von Texten verstehen und dabei auch noch Spaß haben. Die Idee kam dem Team im ganz persönlichen Umfeld: "Einer unserer Mitentwickler hat eine Schwester, die unter einer Lernschwäche leidet. Uns ist aber aufgefallen, dass sie gerne ein Tablet benutzt und großen Spaß am Lernen mit Bildern hat. So kam uns die Idee", verraten die Gründer.

Das Team vom Rupert-Neß-Gymnasium, Wangen im Allgäu

Lukas Heumos (Jahrgang 1996)

Philipp Ehmele (Jahrgang 1996)

Serigne Buck (Jahrgang 1997)

Martin Brauchle (Jahrgang 1995)

Platz 10: Intelligent Writing Solutions

Die Idee

Ob die Technik funktioniert, ist bei dieser Idee bislang nicht getestet worden, doch die jungen Entwickler sind davon überzeugt, dass ihr Projekt umsetzbar ist. Dabei liest sich der Vorschlag wie Science-Fiction: Statt einer Tastatur sollen Eingaben am Computer durch Handbewegungen gemacht werden, die zwei Armbänder an den Handgelenken registrieren. Sollte der Plan umsetzbar sein, gehört das Tippen wie wir es kennen der Vergangenheit an. Hochmobil und flexibel lauten die Stichworte, mit denen die Gründer ihre Idee bewerben. Für ein solches Projekt war eine Menge Arbeit erforderlich: "Wir haben daran rund 250 Stunden gearbeitet, oft auch ganze Wochenenden durch, weil es wegen dem Abiturstress nicht anders möglich war", verraten die jungen Unternehmer.

Das Team vom Röntgen-Gymnasium, Remscheid 

Nico Landau (Jahrgang 1997)

Raphael Heip (Jahrgang 1997)

Susanne Katterwe (Jahrgang 1995)

Andreas Kind (Jahrgang 1997)

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