"Der Bozen-Krimi – Teuflische Strafe"
"Monster-Morde" in Südtirol

  • von Susanne Bald
Ein Fall für zwei: Sonja (Chiara Schoras) und Jonas (Gabriel Raab) sind ein eingespieltes Team.
Ein Fall für zwei: Sonja (Chiara Schoras) und Jonas (Gabriel Raab) sind ein eingespieltes Team.
© ARD Degeto Film/Hans Joachim Pfeiffer
Nach zwei Jahren Pause werden die Südtiroler Ermittler mit einem sehr speziellen 21. Fall konfrontiert: Jemand macht im Krampus-Kostüm Jagd auf Männer und tötet sie. Das erste Opfer war allseits unbeliebt, aber wer will sich an dem zweiten rächen – und was haben die Ermordeten gemeinsam?

Um die sieben Millionen Menschen schalteten zuletzt bei der ARD-Reihe "Der Bozen-Krimi" ein, die im vergangenen Jahr ihren zehnten Geburtstag feierte. Nach einer langen, zweijährigen Pause kehrt sie am Donnerstagabend mit dem 21. Film "Der Bozen-Krimi: Teuflische Strafe" zurück. Regie führte zum ersten Mal der Südtiroler Hans Hofer, das Drehbuch stammt einmal mehr von Mathias Klaschka. Zumindest thematisch hätte der Film besser in die Vorweihnachtszeit gepasst denn in die vorösterliche, denn der Serienmörder, der in Bozen umgeht, ist kein Geringerer als der Krampus ...

Die dämonische Gestalt, eine Art Knecht Ruprecht, der die bösen Kinder mit der Rute bestraft, ist fest in der alpinen Folklore verankert. Mit Gruselmasken, Hörnern, Kostümen und warnenden Kuhglocken ziehen als Krampus Verkleidete am Abend des 5. Dezember vielerorts durch die Straßen und sorgen für Angst und Schrecken. Spielerisch, versteht sich. Doch im neuen "Bozen-Krimi" wird aus dem Spiel tödlicher Ernst, als ein Mörder in Krampus-Kostüm die Gegend unsicher macht. "Monster-Morde!", titelt die Presse.

Sein erstes Opfer Daniel Gasser (Marco Boriero) war Besitzer eines Sternerestaurants. Er wurde erschossen, der Obdachlose Franco Fabrizi (Eisi Gulp) hat die Tat beobachtet und eindeutig Krampus gesehen. Doch weshalb dieses Kostüm? Will der Täter sein Opfer für etwas bestrafen, Rache also? Ein Profi scheint es jedenfalls nicht gewesen zu sein, zu unpräzise waren die tödlichen Schüsse.

Was geschah in den Bergen?

Der Sommelier Paolo Fiore (Harwin Kravitz), den Gasser kürzlich fristlos entließ, war eindeutig nicht gut auf ihn zu sprechen. Und er beschreibt Gasser als Tyrann, der gegenüber seiner Frau (Franziska Weisz) und Stiefsohn Finn (Levi Brandl) auch mal handgreiflich wurde. Und dann ist da noch der schnöselige Antonio Minardi (Max von Thun). Der Spitzengastronom war nicht nur Gassers größter Konkurrent, sondern hat auch eine Affäre mit Ricarda. Er hätte ohne Gasser nun also freie Bahn, beruflich wie privat. Kurz darauf gibt es ein weiteres Krampus-Opfer: Paolo Fiore.

Der Beginn einer Mordserie? Wer ist der oder die nächste? Und wo ist die Verbindung zwischen den bisherigen Opfern? Ein Foto, das die einstigen Freunde Gasser und Fiore bei einer Bergtour mit weiteren Personen zeigt, führt Sonja zu der Bergführerin Milena Rinaldi (Fanny Krausz). Die Ermittlein vermutet, dass auf der Tour etwas vorgefallen ist. Aber wer sind die beiden anderen Männer auf dem Foto? Es sind viele Fragen, auf die Sonja und Jonas Antworten finden müssen, und die Zeit drängt, der Krampus könnte jederzeit wieder zuschlagen.

Wie immer spielen neben den Ermittlern auch im 21. Film der Reihe die Kultur und die imposant in Szene gesetzte Berglandschaft rund um Bozen tragende Hauptrollen. Auf den 22. Fall müssen die Zuschauerinnen und Zuschauer nicht wieder zwei Jahre warten. Schon kommende Woche geht es weiter mit "Der Bozen-Krimi – Rebenblut".

"Der Bozen-Krimi – Teuflische Strafe" – Do. 12.03. – ARD: 20.15 Uhr

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