Erlebnis Erde: Die geheime Welt der Tiere
150 versteckte Kameras

  • von Hans Czerny
Noch wird das ausgelassene Spiel der Rothirsche in einer Suhle nicht von Wölfen gestört.
Noch wird das ausgelassene Spiel der Rothirsche in einer Suhle nicht von Wölfen gestört.
© NDR / Doclights Naturfilm / Axel Gebauer
Er war Jahrzehnte lang unterwegs – keine Gegend dieser Welt ist ihm fremd. Doch diesmal kehrt der geborene Sachse Axel Gebauer zurück in seine Heimat, um das spannende Leben des Rotwilds und seiner Feinde, den Wöfen, zu zeigen.

Vier Jahre lang stellte der vielfach preisgekürte Naturfilmer Alex Gebauer seine 150 versteckten Kameras in Schilfzonen und im Unterholz auf, um das Leben der Rothirsche und der Wölfe für die Zuschauer einzufangen. Die "Protagonisten", wie er sie nennt, fühlten sich dabei ungestört und führten sozusagen "selbst Regie". Der Osten Deutschlands mit seinen unterschiedlichen Lebensräumen, vom Thüringer "Land der tausend Teiche" bis hin zu aufgelassenen Tagebaugebieten, die sich die Natur nach und nach zurückerobert, bot für seinen Film "Erlebnis Erde: Die geheime Welt der Tiere" die perfekte Kulisse.

Während der herbstlichen Brunftzeit, wenn die röhrenden Hirsche um die Weibchen kämpfen, verwandelt sich das Schilf in eine eindrucksvolle Soundkulisse. Doch die Hirsche bleiben nicht allein. Nach einer stundenlangen Hetzjagd stellen Wölfe den Hirsch im Wald. Aber auch sie finden ihre Meister, ein Wildschweinrudel nimmt ihnen ihre Beute wieder weg. – Obendrein bauen im Schilfdickicht Fischotter nach der Paarungszeit ihre Burgen. Schließlich sollen es die Jungen auch bei größter Kälte so richtig warm haben. Tolle Bilder sind das. Bei alldem ist der nächste Preis auf einem Tierfilmfestival sicher nicht mehr weit.

Erlebnis Erde: Die geheime Welt der Tiere – Mo. 09.03. – ARD: 20.15 Uhr

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