"Le Mans – Das härteste Autorennen der Welt"
24 Stunden Motorsport-Wahnsinn: Neuer Blick auf den Mythos Le Mans

  • von John Fasnaugh
Der Italiener Antonio Fuoco (Bild) gewann 2024 das 24-Stunden-Rennen: Die Doku "Le Mans – Das härteste Autorennen der Welt" erzählt von tränenreichen Tragödien, aber natürlich auch von heldenhaften Triumphen auf dem Circuit de la Sarthe.
Der Italiener Antonio Fuoco (Bild) gewann 2024 das 24-Stunden-Rennen: Die Doku "Le Mans – Das härteste Autorennen der Welt" erzählt von tränenreichen Tragödien, aber natürlich auch von heldenhaften Triumphen auf dem Circuit de la Sarthe.
© WEC/World Endurance Championship/ARTE
"Das Ambiente, der Geruch, die Autos ...": Das 24-Stunden-Rennen von Le Mans gehört seit über 100 Jahren zu den Highlights der internationalen Motorsportszene. Eine neue ARTE-Doku versucht den besonderen Reiz dieser einzigartigen Rennveranstaltung greifbar zu machen.

Von den "intensivsten 24 Stunden des Jahres" ist die Rede, vom "größten Spektakel im internationalen Motorsportkalender": Schon nach einer Minute dieses Films hat man alle möglichen Superlative durch. Dann noch der Untertitel, "Das härteste Autorennen der Welt". Ganz schön viel Vollgas, doch hier passt der Ansatz. Seit über 100 Jahren elektrisieren die 24 Stunden von Le Mans die Rennfahrerszene immer wieder aufs Neue. Fast alle, die kompetitiv hinter einem Lenkrad sitzen, möchten hier einmal an den Start gehen. Aber was genau macht den besonderen Reiz von Le Mans aus? Das möchte ARTE mit einer neuen Dokumentation ergründen.

Über 60 Rennwagen jagen durch den Tag und dann durch die Nacht. Rund 5.000 Kilometer in 24 Stunden. Und eine einzige unachtsame Sekunde, ein einziger kleiner Fehler, kann alles kaputtmachen. Es ist ein maximaler Belastungstest für Mensch und Maschine. Klar, dass es da neben großen Triumphen auch immer wieder tränenreiche Tragödien gibt. Regisseur Thomas Ammann versucht, in seinen 45 Minuten Film möglichst viel davon einzufangen. Er durchstöbert die Historie von Le Mans, die bis 1923 zurückreicht, begibt sich aber auch direkt auf die Strecke, um den Wahnsinn 24-Stunden-Rennen aus nächster Nähe zu begleiten.

"Das Ambiente, der Geruch, die Autos, das ist ein Lebensgefühl"

Die Dokumentation blickt hinter die Kulissen am Circuit de la Sarthe, fängt Stimmen von Ingenieuren sowie von Rennfahrern wie Mick Schumacher und Le-Mans-Sieger Timo Bernhard ein und zeigt alte Archivaufnahmen von Sir Stirling Moss, der auf der weltberühmten Strecke in Westfrankreich eine der größten Katastrophen der Motorsportgeschichte miterlebte. 84 Menschen kamen damals im Juni 1955 ums Leben – ein besonders düsteres Le-Mans-Kapitel, das aber auch dazugehört, wenn man die Geschichte dieser einzigartigen Rennveranstaltung umfassend erzählen will.

Dabei, den "Mythos Le Mans" greifbar zu machen, helfen vor allem auch die Momente im Film, in denen die Fans zu Wort kommen. Bis zu 300.000 Menschen pilgern Jahr für Jahr zum 24-Stunden-Rennen, um am Streckenrand mitzufiebern. Tag und Nacht, bei glühender Hitze und im strömenden Regen. Einer der PS-Fanatiker kommt seit 40 Jahren hierher, er habe das Rennen "noch nie verpasst", erzählt er stolz. "Lebenstraum erfüllt", schwärmt ein anderer auf den Zuschauerrängen, der erstmals vor Ort ist. "Das Ambiente, der Geruch, die Autos, das ist ein Lebensgefühl. Wenn man auf Autos steht, muss man einmal im Leben in Le Mans gewesen sein." ARTE zeigt den Film "Le Mans – Das härteste Autorennen der Welt" als TV-Erstausstrahlung.

Le Mans – Das härteste Autorennen der Welt – Do. 05.03. – ARTE: 20.15 Uhr

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