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Wohnmobile und Co.: Rollendes Airbnb - die private Vermietung von Reisemobilen boomt wie nie

Das richtig Schöne am Wohnmobil: Die eigenen vier Wände kommen einfach mit in den Urlaub. Doch so ein Reisemobil kostet bekanntermaßen Geld und das nicht zu knapp. Deshalb vermieten private Camper-Besitzer an private Möchtegern-Camper-Besitzer. Ein boomendes Geschäft.

Freiheit auf vier Räder: Camping-Urlaub boomt.

Freiheit auf vier Räder: Camping-Urlaub boomt.

Deutschland, Land der Camper. Noch nie war Camping so gefragt wie heute. 30,4 Millionen Übernachtungen und 9 Millionen Gästeankünfte registrierte der Bundesverband der Campingwirtschaft im vergangenen Jahr - je rund vier Prozent mehr als 2015. Der Urlaub im Wohnmobil hat sein Billigheimer-Image abgestreift und steht für Entdecken und Erholen in gleichem Maße, für Urlaub auf eigene Faust, die absolute Freiheit auf vier Rädern. Die Branche erwartet ein weiteres Rekordjahr.

Doch jetzt noch schnell ein Wohnmobil kaufen, um damit im Sommer nach Dänemark oder in den Süden Frankreichs zu kurven – das muss nicht sein. Denn neben der gewerblichen Wohnmobil-Vermietung gibt es mittlerweile auch einige Online-Plattformen, auf denen private Wohnmobil-Besitzer ihre Reisemobile zur Miete anbieten. Das funktioniert wie Airbnb – nur dass es statt Zimmer und Wohnungen eben Caravans und Wohnmobile zu mieten gibt. Die Freiheit auf Asphalt – plötzlich so nah und so günstig: Während ein gewerblich angemieteter Camper zwischen 100 und 200 Euro pro Tag kosten kann, sind private Camper schon weit unter 100 Euro zu kriegen.

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Wohnmobil: Mal meins, mal deins

Zum Beispiel auf "Paul Camper". Paul, so hatte Dirk Fehnse, seinen VW-Bus getauft, in den er vor Jahren ein Bett und eine Küche zimmerte und mit dem er dann quer durch Europa tingelte, berichtet derstandard.at. Das Reisen und Wohnen auf vier Rädern hatte Fehnse bei einem Trip durch Australien für sich entdeckt. Zurück in Berlin legte er sich Paul zu, nahm seine Freundin, reiste quer durch den alten Kontinent – und gründete am Ende sein Startup "Paul Camper" mit dem er seit 2013 private Wohnmobile in Deutschland zur Miete anbietet.  Bezahlt wird laut Standard ein Inklusivpreis samt Versicherung. Keine weiteren Gebühren, keine Kilometerbeschränkung. Die Nachfrage sei bereits größer als das Angebot.

Eine ähnliche Idee wie Dirk Fehnse hatten auch die Franzosen Benoît Panel und Adrien Pinson. Die Beiden gründeten die Internet-Plattform "Yescapa" – von Yes und Escape, also ein überzeugtes Ja zur Flucht in den Urlaub. Yescapa funktioniert nach demselben Prinzip wie "Paul Camper": Größtenteils Privatleute vermieten ihre Fahrzeuge an Urlauber – seit 2016 auch in Deutschland. Auf der Plattform können die motorisierten Reisebegleiter für einen Komplettpreis angemietet werden, berichtet sz.de. Ein Preis, der sich aus der Miete für den Eigentümer, die Kosten für die Versicherung und einer Servicegebühr, die zehn Prozent des Mietpreises beträgt, zusammensetzt. Vorteil bei Yescapa: Im Gegensatz zu "Paul Camper" können Camper, Wohnmobil oder Kastenwagen in mehreren Ländern Europas – also potenziell direkt am Urlaubsort – angemietet werden. Aktuell stehen knapp 3330 Wohnmobile zur Auswahl.

Seit 2014 im Privat-Wohnmobil-Geschäft sind die Deutschen Jan Bartel und Florian Dahlmann von "Shareacamper". Zuerst in Australien und Neuseeland, seit Anfang 2016 auch in Deutschland. Wird ein Wagen gebucht, kümmert sich "Shareacamper" um die Versicherung, die bei jeder Buchung automatisch erfolge, heißt es auf der Plattform. Auch bei "Shareacamper" boomt das Geschäft: "Die Nachfrage steigt stetig, vor allem während des Sommers fehlt es an verfügbaren Wohnmobilen", meinte Gründer Jan Bartel im Gespräch mit gruenderszene.de. Für Bartel und Dahlmann kommt der Zuspruch wohl keinesfalls überraschend: Beide lieben Camping. "Wir glauben daran, dass jeder wenigstens einmal erleben sollte, wie toll ein Campingerlebnis sein kann", heißt es auf ihrer Mietplattform. Geteiltes Wohnmobil – doppelte Urlaubsfreude.

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pg
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