Panorama: Tanken und das Klima Diskurs an der Zapfsäule

  • von Rupert Sommer
Rückzug vom Verbrenner-Aus: Europaweit hat man sich aufgrund der Sorge um die Wirtschaftslage zuletzt von allzu ehrgeizigen Klimaschutzzielen wieder verabschiedet.
Rückzug vom Verbrenner-Aus: Europaweit hat man sich aufgrund der Sorge um die Wirtschaftslage zuletzt von allzu ehrgeizigen Klimaschutzzielen wieder verabschiedet.
© Yaraslau Saulevich
Benzin schadet dem Klima – doch Millionen tanken weiter. "Panorama" begleitet eine Tankstellenchefin im Konflikt zwischen Existenz und Verantwortung.

Die neue ARD-Reportage "Panorama: Tanken und das Klima" sucht nach Auswegen aus dem fossilen Dilemma. Benzin und Diesel gelten als klare Klimatreiber – und doch prägen Verbrennerfahrzeuge weiterhin den Alltag von Millionen Menschen. Der Beitrag von Oda Lambrecht und Christian Baars geht der Frage nach, warum der Umstieg auf klimafreundlichere Alternativen bislang nur zögerlich vorankommt. Im Mittelpunkt steht eine 38-jährige Tankstellenchefin, die stellvertretend für viele Menschen in einem grundlegenden Zielkonflikt lebt: einerseits macht ihr die fortschreitende Erderwärmung Sorgen, andererseits hängt ihre wirtschaftliche Existenz vom Verkauf der Kraftstoffe ab. Die Dokumentation begleitet sie im Alltag und zeigt, wie persönlich und komplex die Klimafrage gerade auch für diejenigen ist, die direkt vom fossilen System abhängig sind.

Warum fallen Politik und Wirtschaft klare Antworten so schwer?

Die "Panorama"-Reporter sprechen nicht nur mit Kundinnen und Kunden an der Zapfsäule, sondern konfrontieren auch Vertreter der Mineralölindustrie, Autohersteller sowie die Bundesregierung mit der Frage, welche Verantwortung sie beim Umbau des Verkehrssektors tragen. Dabei geht es um den aktuellen Diskurs, um politische Weichenstellungen, wirtschaftliche Interessen und individuelle Entscheidungen sowie darum, welche Optionen es für einen klimaverträglichen Weg in die Zukunft gibt.

Panorama: Tanken und das Klima – Do. 29.01. – ARD: 21.45 Uhr

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