Test mit Höhen & Tiefen
Perfekter Klang für unterwegs: Fünf On-Ear-Kopfhörer im Test

On Ear Kopfhörer Test: Fünf Modelle
On-Ear-Kopfhörer-Test: Trotz eines ähnlichen Äußeren zeigten sich deutliche Unterschiede in der Soundqualität
© Basti Barsch / stern
On-Ear-Kopfhörer bieten den perfekten Kompromiss zwischen Mobilität und Klang. Welcher das beste Hörerlebnis bietet, verrät der Test. 

Sie haben Style, einen guten Sound und sind praktisch im Alltag: On-Ear-Kopfhörer. Mit ihrer Bauform positionieren sie sich zwischen den kompakten In-Ear-Kopfhörern, die direkt im Gehörgang sitzen, und den großformatigen Over-Ear-Kopfhörern, die das gesamte Ohr umschließen. Die Ohrpolster von On-Ear-Kopfhörern liegen hingegen direkt auf den Ohren auf. Dadurch entsteht immer noch ein intensives Hörerlebnis bei einer deutlich kleineren Bauform. Zudem klappen Sie viele Modelle zusammen und verstauen sie schnell im Rucksack oder der Handtasche. Auch wenn es nach dem perfekten Kompromiss aus Klang und Mobilität klingt, können einige Modelle für den Nutzer jedoch zur Qual werden. Sie fangen nach kurzer Zeit an, auf das Ohr zu drücken, ihre Faltmechanismen erweisen sich als Sollbruchstellen oder die Bluetooth-Verbindung geht wiederholt verloren. 

Wir haben daher vielversprechende On-Ear-Kopfhörer einem umfangreichen Test unterzogen und verraten, welche für einen langen Hörgenuss sorgen, und welche Sie besser nicht an die Ohren lassen sollten.

On-Ear-Kopfhörer-Test: Diese Geräte haben wir getestet

  1. Marshall Major V zum Shop
  2. Soundcore H30i zum Shop
  3. Beats Solo 4 zum Shop
  4. JBL Live 460NC zum Shop
  5. Hama Freedom Lit III zum Shop

Weitere interessante On-Ear-Kopfhörer

Folgende On-Ear-Kopfhörer haben wir nicht selbst getestet. Sie sind uns aber bei der Recherche aufgefallen und wir möchten sie an dieser Stelle auch kurz vorstellen:

Testergebnis: Dieser On-Ear-Kopfhörer holte im Test den Sieg

Es war ein Kopf-an-Kopf-Rennen, doch der Marshall Major V konnte sich auf der Zielgeraden von seinem Konkurrenten Beats Solo 4 absetzen und den Testsieg erringen. Auch wenn beide On-Ear-Kopfhörer wohlklingende Schönheiten sind, bot der Marshall das bessere Gesamtpaket. Den Sound passen Sie mithilfe eines Equalizers an und sollte so vor allem Liebhabern von Rock, Indie und Hip-Hop gefallen. Die lange Akkulaufzeit von rund 100 Stunden sucht in dieser Klasse ihresgleichen und macht den Major V zum idealen Begleiter für lange Reisen oder Arbeitswochen ohne Ladepause. Zudem hat sich der Tragekomfort im Vergleich zu seinen Vorgängern spürbar verbessert. Hinzukommt, dass er mit 150 Euro (UVP) rund 80 Euro weniger kostet als der Beats Solo 4. Dieser zeigte sich im Test zwar als ausgewogener Allrounder, der mit seinem homogen abgemischten Sound für nahezu jedes Genre funktioniert. Allerdings fehlt trotz des hohen Preises ein Equalizer und der vergleichsweise hohe Anpressdruck könnte für empfindlichere Ohren auf Dauer zum Problem werden.

Preisbewusste Musikliebhaber sollten sich hingegen unseren Preis-Leistungs-Tipp auf die Ohren geben. Der Soundcore H30i aus dem Hause Anker kostet nämlich nur 40 Euro (UVP) und klingt dennoch hervorragend. Zwar müssen Käufer beim Material und beim Tragekomfort einige Abstriche hinnehmen. Dafür erwarten sie ein bassbetonter, lebendiger Klang, eine umfangreiche App mit vielen Presets und einem frei konfigurierbaren Equalizer sowie eine ebenfalls lange Akkulaufzeit von rund 70 Stunden. Wer ein knappes Budget hat, aber keine Lust auf schlechten Klang, kommt am Soundcore H30i kaum vorbei.

Alle Details, Eindrücke und Testergebnisse finden Sie in den Einzeltests unter der Tabelle.

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Über den Tester

Früher habe ich Bass in einer Band gespielt, daher bin ich auch bei Kopfhörern ein Verfechter tiefer Töne. Dennoch dürfen diese meines Erachtens nicht dominieren. Das war mir nicht nur im Test, sondern auch in meinem Alltag wichtig. Denn ich verbringe einen Großteil meiner Zeit mit Kopfhörern auf den Ohren. Sei es beim täglichen Gassigehen oder bei der Arbeit. Stets begleiten mich die Stimmen diverser Podcast-Hosts sowie die treibenden Beats ausgewählter Bands.
Weitere Informationen über Basti Barsch

Vergleichstabelle: On-Ear-Kopfhörer-Test

Preis
Testsieger
Marshall Major V On-Ear-Kopfhörer (Freisprechfunktion, Bluetooth)
Marshall Major V On-Ear-Kopfhörer (Freisprechfunktion, Bluetooth)*
1.
Preis-Leistungs-Tipp
soundcore H30i Kabellose On-Ear Kopfhörer, Faltbares Design, Purer Bass, 70h Wiedergabe, Bluetooth 5.3, Leicht und bequem, App Steuerung, Multipoint-Verbindung
soundcore H30i Kabellose On-Ear Kopfhörer, Faltbares Design, Purer Bass, 70h Wiedergabe, Bluetooth 5.3, Leicht und bequem, App Steuerung, Multipoint-Verbindung*
2.
Beats Solo 4 - Kabelloser Bluetooth On-Ear Kopfhörer, Apple & Android kompatibel, Bis zu 50 Stunden Akkulaufzeit - Schieferblau
Beats Solo 4 - Kabelloser Bluetooth On-Ear Kopfhörer, Apple & Android kompatibel, Bis zu 50 Stunden Akkulaufzeit - Schieferblau*
3.
JBL Live 670NC, On-ear Kopfhörer Schwarz
JBL Live 670NC, On-ear Kopfhörer Schwarz*
4.
Hama Bluetooth Kopfhörer Freedom Lit III, On Ear (faltbar, Headset mit Mikrofon, gepolstertes, einstellbares Kopfband, Spachsteuerung, Multifunktions-Button, bis zu 15 Stunden Musikzeit) Weiß
Hama Bluetooth Kopfhörer Freedom Lit III, On Ear (faltbar, Headset mit Mikrofon, gepolstertes, einstellbares Kopfband, Spachsteuerung, Multifunktions-Button, bis zu 15 Stunden Musikzeit) Weiß*
5.
nicht in der Wertung
beyerdynamic AVENTHO 100 Wireless On-Ear Kopfhörer mit aktiver Geräuschunterdrückung, 60 Stunden Akkulaufzeit, faltbares Design, austauschbare Ohrpolster, in braun - neues Update per App verfügbar
beyerdynamic AVENTHO 100 Wireless On-Ear Kopfhörer mit aktiver Geräuschunterdrückung, 60 Stunden Akkulaufzeit, faltbares Design, austauschbare Ohrpolster, in braun - neues Update per App verfügbar*
6.
nicht in der Wertung
Sony WH-CH520 Kabellose Bluetooth-Kopfhörer - bis zu 50 Stunden Akkulaufzeit mit Schnellladefunktion, On-Ear-Modell - Schwarz
Sony WH-CH520 Kabellose Bluetooth-Kopfhörer - bis zu 50 Stunden Akkulaufzeit mit Schnellladefunktion, On-Ear-Modell - Schwarz*
7.
nicht in der Wertung
SKULLCANDY Icon ANC, On-ear Kopfhörer Bluetooth True Black
SKULLCANDY Icon ANC, On-ear Kopfhörer Bluetooth True Black*
8.
nicht in der Wertung
Pioneer DJ HDJ-CUE1BT-R, DJ Kopfhörer with Bluetooth, Rot
Pioneer DJ HDJ-CUE1BT-R, DJ Kopfhörer with Bluetooth, Rot*
9.
nicht in der Wertung
Marshall Major IV Bluetooth Black Over Ear Kopfhörer Bluetooth®, kabelgebunden Stereo Schwarz HiFi
Marshall Major IV Bluetooth Black Over Ear Kopfhörer Bluetooth®, kabelgebunden Stereo Schwarz HiFi*
10.
€ 95,90
€ 39,95
€ 174,90
€ 79,00
€ 24,99
179,00 €
€ 24,99
€ 69,99
€ 85,00
€ 63,99
Bewertung
Gewicht in Gramm* 190 183 220 216 117 220 147 225 250 165
Bluetooth-Standard 5.3 5.3 5.3 5.3 5.0 5.4 5.2 5.3 5.0 5.0
Akku-Laufzeit* bis 100 h bis 70 h bis 50 h bis 65 h (50 h ANC) bis 15 h bis 60 h bis 50 h bis 60 h bis 30 h bis 80 h
Treibergröße 40 mm 40 mm 40 mm 40 mm 40 mm 45 mm 30mm 40 mm 40 mm 40 mm
Audio-Codecs SBC, AAC, LC3 SBC, AAC SBC, AAC SBC, AAC SBC SBC, AAC, aptX Adaptive SBC, AAC SBC, AAC SBC, AAC SBC
Eigene App
3,5-mm-Klinkenanschluss
Faltbar?
Erhältlich bei
95,90 €
102,99 €
39,95 €
39,99 €
-24%
174,90 €
229,95 €
79,00 €
87,27 €
99,99 €
99,99 €
129,99 €
24,99 €
23,49 €
-10%
179,00 €
199,00 €
199,00 €
-12%
24,99 €
28,49 €
26,00 €
31,15 €
32,99 €
39,49 €
69,99 €
74,99 €
72,99 €
99,99 €
-14%
85,00 €
99,00 €
104,99 €
63,99 €

* Herstellerangabe

So haben wir die Testprodukte ausgewählt

Nach diesen Kriterien haben wir die Produkte für den On-Ear-Kopfhörer-Test ausgewählt:

  • Markenqualität: Bei der Auswahl der getesteten Geräte haben wir darauf geachtet, dass die Markennamen beziehungsweise der dahinterstehende Hersteller Vertrauen ausstrahlt und im Idealfall bereits über einen guten Ruf verfügt.
  • Service: Denn so können Sie in der Regel davon ausgehen, dass der Hersteller seinen Ruf mit einem guten, kundenorientierten Service verdient hat und faire Garantiebedingungen bietet. Diese haben wir für Sie natürlich im Blick.
  • Verfügbarkeit: Wer einen On-Ear-Kopfhörer kaufen möchte, will nicht ewig danach suchen. Eine einfache und schnelle Verfügbarkeit bei vertrauenswürdigen, auch in Deutschland ansässigen Unternehmen wie Amazon oder Otto ist uns daher wichtig.
  • Funktionsumfang: Neben der eingangs erläuterten Bauform muss der On-Ear-Kopfhörer über einen aktuellen Bluetooth-Standard verfügen, um möglichst mit all Ihren Geräten kompatibel zu sein.

So haben wir getestet

Jeder Test begann mit einem ausführlichen Unboxing. Wir schauten uns den Lieferumfang und die Verarbeitung der On-Ear-Kopfhörer genau an, begutachteten die Materialqualität, die Haptik der Bedienelemente und die Stabilität der beweglichen Teile. Anschließend probierten wir das mitgelieferte Zubehör aus. Das bedeutete in der Regel, erst einmal die Kopfhörer aufzuladen und dabei zu überprüfen, wie lange der Ladevorgang dauert und ob der Akkuladestand klar angezeigt wird.

Anschließend verbanden wir die Kopfhörer via Bluetooth mit einem Abspielgerät. Dabei testeten wir sowohl die Verbindung mit einem Laptop als auch mit einem Smartphone und achteten darauf, wie schnell und zuverlässig das Pairing funktionierte. Auch die Reichweite der Bluetooth-Verbindung sowie die Stabilität bei Hindernissen wie Wänden oder anderen Geräten nahmen wir unter die Lupe. Wenn es eine App für die Kopfhörer gab, installierten wir sie und testeten alle verfügbaren Funktionen. Das waren unter anderem die Anpassung des Klangs bis hin zu erweiterten Steuerungsoptionen.

Der Hauptteil unseres Tests bestand schließlich in der alltäglichen Anwendung über mehrere Tage hinweg. Wir benutzten jeden Kopfhörer während Haushaltsaufgaben, beim Arbeiten am Laptop und beim Spaziergehen in verschiedenen Umgebungen, von ruhigen Innenräumen bis hin zu belebten Straßen. Dabei führten wir auch verschiedene Kopfbewegungen aus und beobachteten, ob der Kopfhörer sicher und angenehm sitzen blieb. Beispielsweise beugten wir uns vornüber und griffen nach einem Gegenstand auf dem Boden, schüttelten den Kopf oder wechselten abrupt die Laufrichtung. Zudem trugen wir die Kopfhörer über längere Zeit am Stück, um den Tragekomfort und mögliche Druckstellen zu beurteilen.

Unsere größte Aufmerksamkeit legten wir jedoch auf die Soundqualität und die Einstellungsmöglichkeiten. Gibt es einen Equalizer oder genrespezifische Presets? Wie ausgeglichen sind Bässe, Mitten und Höhen im Standardmodus? Dazu probierten wir verschiedene Musikrichtungen aus sowie Podcasts und Hörbücher, bei denen besonders die Sprachverständlichkeit im Vordergrund stand.

1. Unser Testsieger: Marshall Major V

Gewicht und Tragekomfort: Wie der Name verrät, handelt es sich beim Marshall Major V bereits um die fünfte Generation dieses On-Ear-Kopfhörers. Zwar hat sich das ikonische Verstärker-Design im Laufe der Zeit kaum verändert, doch der Tragekomfort hat sich deutlich verbessert. Während die älteren Modelle noch mehr Druck auf die Ohren ausübten, liegen die Muscheln des Major V nun angenehmer auf. Das liegt unter anderem daran, dass die Ohrpolster nun etwas größer und weicher sind. Mit einem gemessenen Gewicht von 190 Gramm ist der Kopfhörer zudem angenehm leicht und über einen längeren Zeitraum hinweg angenehm zu tragen.

Marshall Major V On-Ear-Kopfhörer (Freisprechfunktion, Bluetooth)
Marshall Major V On-Ear-Kopfhörer (Freisprechfunktion, Bluetooth)*
95,90 €
102,99 €

Soundqualität: Wie die Verstärker von Marshall richtet sich auch der Kopfhörer an Rockfans. Aber auch Hörer von Pop, Indie oder Hip-Hop kommen auf ihre Kosten. Vor allem der Bass zeigt in den Grundeinstellungen eine deutliche Präsenz und hat eine spürbare Wucht. Auch die Mitten kommen besonders bei Gitarren und Vocals klar zur Geltung. Nur die Höhen können bei manchen Songs etwas scharf wirken. Wer sein Hörerlebnis optimieren möchte, kann über die Marshall-App einen Equalizer nutzen. Dieser bietet einige Voreinstellungen für alle, die nicht ewig herumprobieren möchten. Insgesamt macht der Sound des Marshalls viel Spaß und überzeugt durch seinen eigenen Charakter. Wer hingegen einen glatteren, mainstreamigeren Sound bevorzugt, sollte den Beats Solo 4 nutzen.

Ausstattung und Bedienung: Die Bedienung des Marshall Major V hat sich über die Jahre kaum verändert. Den kleinen, goldenen Joystick an der rechten Muschel drückten und wippten wir und regulierten so die Lautstärke, spulten durch die Songs, sprangen weiter und zurück oder nahmen Anrufe an. Neu ist eine M-Taste auf der linken Muschel. Über die App belegen Sie sie mit verschiedenen Funktionen. Neben dem Wechsel zwischen Equalizer-Einstellungen starten Sie damit auch Spotify-Playlisten oder den Sprachassistenten des Smartphones. Besonders hervorheben möchten wir die lange Akkulaufzeit von 100 Stunden. Wir haben den Akku über einen USB-C-Anschluss aufgeladen, alternativ hätten wir ihn aber auch kabellos über eine entsprechende Ladestation auffüllen können.

On Ear Kopfhörer Test: Marshall Major V
Der Mit dem goldenen Stick an der rechten Ohrmuschel bedienen Sie den Marshall Major V
© Basti Barsch / stern

Fazit: Der Marshall Major V richtet sich ganz klar an alle, die rockige Musik bevorzugen. Entsprechend fällt der Klang aus. Das muss man mögen. Wenn das der Fall ist, dann bekommt man alltagstaugliche On-Ear-Kopfhörer mit einer langen Akkulaufzeit und einem unverwechselbaren Design. Preislich liegt der Major V bei 150 Euro (UVP), auf der Straße ist er jedoch für etwa 100 Euro zu haben.

2. Preis-Leistungs-Tipp: Soundcore H30i

Gewicht und Tragekomfort: Mit 183 Gramm wiegt der Soundcore H30i ähnlich viel wie die Konkurrenz und macht auf den ersten Blick einen guten Eindruck. Die weichen Ohrpolster und die Polsterung am Bügel versprachen einen angenehmen Sitz. Dies war jedoch nicht der Fall. Der Bügel erzeugte einen deutlichen Druck auf den Ohren, den die Polster nicht abfedern konnten. Zwar saß der Kopfhörer dadurch fest und blieb im Alltag an Ort und Stelle. Nach einer gewissen Zeit dürfte der H30i einigen Nutzern aber unangenehm werden. 

soundcore H30i Kabellose On-Ear Kopfhörer, Faltbares Design, Purer Bass, 70h Wiedergabe, Bluetooth 5.3, Leicht und bequem, App Steuerung, Multipoint-Verbindung
soundcore H30i Kabellose On-Ear Kopfhörer, Faltbares Design, Purer Bass, 70h Wiedergabe, Bluetooth 5.3, Leicht und bequem, App Steuerung, Multipoint-Verbindung*
39,95 €
39,99 €

Soundqualität: In dieser Kategorie überrascht der Soundcore H30i. Da er nur 40 Euro (UVP) kostet, hatten wir keine hohen Erwartungen. Doch insgesamt klingt der Kopfhörer gut und besitzt in seiner Werkseinstellung einen präsenten Bass. Wem dieser noch nicht kräftig genug ist, der drückt dreimal die Pause-Start-Taste. Dann wird der Bass-Booster aktiviert, der ordentlich gegen die Trommelfelle tritt. Über die Soundcore-App gibt es zudem 22 Soundeinstellungen, mit denen wir den Kopfhörer für verschiedene Musikgenres wie Hip-Hop, Jazz, Latin und Rock optimierten. Alternativ konnten wir uns über einen Equalizer auch einen Wunschsound zusammenstellen.

Ausstattung und Bedienung: Die Ausstattung ist überschaubar. In der Packung liegen nur der Kopfhörer, ein sehr kurzes USB-C-Kabel und ein 3,5-mm-Klinkenkabel. Am Kopfhörer selbst gibt es eine Lautstärke-Wippe. Hält man die Plus- oder Minusseite gedrückt, springt man zum nächsten oder vorherigen Song. Das war es auch schon. Doch gerade mit Blick auf den Preis vermissten wir nichts. Umso schöner ist, dass die Soundcore-App ein paar rudimentäre Einstellungen bietet. Besonders gut hat uns die Funktion „Duale Verbindung“ gefallen. Dabei konnten wir zwei Bluetooth-Geräte parallel mit dem H30i verbinden. So konnten wir etwa einen Anruf über das Smartphone annehmen, während wir am Laptop noch Musik hörten. 

On Ear Kopfhörer Test: Soundcore H30i
Den Soundcore H30i verbinden Sie auf Wunsch mit zwei Geräten gleichzeitig
© Basti Barsch / stern

Fazit: Wie bereits erwähnt, kostet der Soundcore H30i nur 40 Euro (UVP). Normalerweise würden wir davon ausgehen, in dieser Preisklasse Abstriche machen zu müssen. Doch diese fielen überraschenderweise gering aus. Die Soundqualität ist top, es gibt einen Equalizer und auch die Akkulaufzeit von etwa 70 Stunden kann sich sehen lassen. Lediglich das Material könnte wertiger sein und der Kopfhörer drückte nach einer Weile auf unseren Ohren. Da dies bei vielen On-Ear-Modellen vorkommen kann – gerade, weil sich Kopfformen unterscheiden –, ist das für uns aber kein K.-o.-Kriterium. Wir würden den Soundcore H30i daher allen empfehlen, die ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis suchen.

3. Starker Sound für viel Geld: Beats Solo 4

Gewicht und Tragekomfort: Der Beats Solo 4 ist der teuerste Kopfhörer in unserem Test, doch die hohe Qualität rechtfertigt den höheren Preis. Der Solo 4 ist gut verarbeitet, der Bügel starr und die Ohrkissen schließen bündig mit dem Rahmen ab. Mit 220 Gramm ist der Kopfhörer kein Fliegengewicht, im Alltag aber keinesfalls zu schwer. Weder auf dem Kopf noch in der Tasche störte das Gewicht. Zudem trägt es zur Stabilität bei. Die Beats saßen jederzeit bombenfest, selbst wenn wir uns kopfüber beugten. Das liegt auch daran, dass der Kopfhörer eng an den Ohren anliegt. Bei uns kam es zu keinen Schmerzen, jedoch könnte der Druck für einige Nutzer bereits zu stark sein. Wer empfindliche Ohren hat oder über Stunden hinweg Audioinhalte hören möchte, sollte sicherheitshalber noch eine Alternative ausprobieren. 

Beats Solo 4 - Kabelloser Bluetooth On-Ear Kopfhörer, Apple & Android kompatibel, Bis zu 50 Stunden Akkulaufzeit - Schieferblau
Beats Solo 4 - Kabelloser Bluetooth On-Ear Kopfhörer, Apple & Android kompatibel, Bis zu 50 Stunden Akkulaufzeit - Schieferblau*
174,90 €
229,95 €
-24%

Soundqualität: Die Soundqualität lässt sich mit einem Wort beschreiben: Top! Die Höhen, Tiefen und Mitten sind homogen abgemischt und bieten für viele Musikrichtungen die richtige Einstellung. Auch Podcast-Hosts haben wir immer klar und deutlich verstanden. Wer viel und lange hört, ohne selbst den perfekten Klang zusammenmixen zu müssen, wird hier seine Freude haben. Wer hingegen den perfekten Sound für sein Lieblingsgenre selbst abmischen möchte, wird enttäuscht sein. Trotz des hohen Preises gibt es weder einen Equalizer noch Presets.

Ausstattung und Bedienung: Grundsätzlich ist die Bedienung ähnlich wie bei anderen On-Ear-Kopfhörern mit Bluetooth. Der Beats Solo 4 hat jedoch seine Eigenarten. So gibt es etwa eine kleine Pause zwischen dem Tastendruck und der akustischen Bestätigung beim Einschalten. Durch diese Pause entstand bei uns immer wieder das Gefühl, dass das Einschalten nicht funktioniert hat. Außerdem gibt es keine Wippe zum Vor- und Zurückspringen. Um zum vorherigen Song zu gelangen, mussten wir stattdessen dreimal die große b-Taste an der linken Ohrmuschel drücken. Das ist nicht intuitiv, wenngleich wir uns daran gewöhnen konnten. Eine Wippe wäre dennoch schön gewesen, wie sie bereits für die Lautstärkeregelung vorhanden ist. Dafür kann der Beats Solo 4 mit einem 3,5-mm-Klinkenanschluss punkten. Falls nach 50 Stunden die Energie zuneigegeht, verwenden wir einfach das mitgelieferte Kabel. Alternativ funktioniert auch ein Kabel mit USB-C-Stecker.

On Ear Kopfhörer Test: Beats Solo 4
Mit der b-Taste an der rechten Ohrmuschel bedienen Sie den Beats Solo 4
© Basti Barsch / stern

Fazit: Der Beats Solo 4 sieht schick aus, ist faltbar und bietet ein gutes Sounderlebnis. Echte Enthusiasten dürften jedoch einige Einstellungsmöglichkeiten vermissen und empfindliche Ohren könnten den höheren Druck nach einer Weile als schmerzhaft empfinden. Bei einem Preis von 230 Euro (UVP) sind das Abstriche, die wahrscheinlich nicht jeder in Kauf nehmen möchte. Wer damit leben kann, kann beherzt zugreifen.

4. Noise Cancelling zum fairen Preis: JBL Live 670 NC

Gewicht und Tragekomfort: Obwohl der JBL Live 670 NC mit 216 Gramm ähnlich viel wiegt wie die Modelle der Konkurrenz, fühlt er sich überraschend leicht an. Der Bügel übte nur geringen Druck auf unseren Kopf aus und der Kopfhörer ließ sich insgesamt über eine längere Zeit angenehm tragen. Allerdings konnten wir keine schnellen Bewegungen machen, da der Kopfhörer sonst schnell verrutschte. Sportliche Betätigungen sollte man mit dem JBL vermeiden. 

JBL Live 670NC, On-ear Kopfhörer Schwarz
JBL Live 670NC, On-ear Kopfhörer Schwarz*
79,00 €
87,27 €
99,99 €
99,99 €
129,99 €

Soundqualität: Der JBL Live 670 NC klingt unterm Strich gut, ist aber ein wenig basslastig. Vielhörern sollte der Sound dennoch gefallen. Zumal über die App eine Vielzahl an Optimierungsmöglichkeiten zur Verfügung steht. Es gibt einen Equalizer und die Möglichkeit, eigene Presets einzurichten. Besonders gut hat uns die die Funktion „Personi-Fi“ gefallen. Dabei macht man einen Hörtest und die App wandelt das Ergebnis in die optimale Soundeinstellung um. Zwar kam es immer wieder zu einer Fehlermeldung beim Einrichten. Nachdem es jedoch geklappt hatte, war das Sounderlebnis wirklich einen Ticken besser. Ärgerlich war hingegen der Power-Schalter. Beim Gehen verursachte er ein Klappergeräusch im rechten Ohr. Musik konnte es zwar überdecken, bei Podcasts empfanden wir es jedoch als störend.

Ausstattung und Bedienung: Der JBL Live 670 NC trägt seine Besonderheit bereits im Namen: die Noise-Cancelling-Funktion. Sobald diese aktiviert ist, werden Umgebungsgeräusche neutralisiert, sodass nur noch die Musik zu hören ist. Wie stark dieser Effekt ist, stellen Sie nach Bedarf ein. Es gibt eine Funktion, um menschliche Stimmen durchzulassen. Dann muss man die Kopfhörer nicht abnehmen, um mit jemandem zu sprechen, und die Frage „Entschuldigen Sie, aber was haben Sie gesagt?“ bleibt aus. Noise Cancelling ist zwar kein Alleinstellungsmerkmal des JBL, bei On-Ear-Kopfhörern in dieser Preisklasse jedoch eher selten. Ebenso selten ist die optionale Touch-Bedienung. Anstatt die Tasten zu nutzen, hätten wir alternativ auch auf die rechte Ohrmuschel tippen können. Der Konjunktiv ist bewusst gewählt, denn es hat bei uns nicht funktioniert. Während ein einmaliges Tippen (Pause/Start) manchmal noch erkannt wurde, passierte bei mehrmaligem Tippen – etwa um zum nächsten Song zu springen – nichts.  

On Ear Kopfhörer Test: JBL Live 670 NC
Der JBL Live 670 NC kann mithilfe einer Noise-Cancelling-Funktion Umgebungsgeräusche neutralisieren
© Basti Barsch / stern

Fazit: Der JBL Live 670 NC kostet 130 Euro (UVP) und wäre fast unser Preis-Leistungs-Tipp geworden. Allein die vielen Einstellungsmöglichkeiten und die Noise-Cancelling-Funktion bietet kaum ein Konkurrent in dieser Preisklasse. Doch in unserem Test zeigte der Kopfhörer einige Schwächen. Während die nicht funktionierende Touch-Funktion noch zu verschmerzen war, nervte das Klackern der Power-Taste beim Laufen. Wer hauptsächlich Musik hört und einen Kopfhörer für das Büro oder Zuhause sucht, der könnte noch mit dem JBL seine Freude haben. Wer viel unterwegs ist und Podcasts hört, sollte lieber zu einer Alternative greifen.

5. Für wenig Geld zu haben: Hama Freedom Lit III

Gewicht und Tragekomfort: Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 25 Euro ist der Hama Freedom Lit III der günstigste Kopfhörer in unserem Test. Obwohl er zum Großteil aus billigem Plastik besteht und sich das auch in der Hand deutlich bemerkbar macht, hat er uns in puncto Tragekomfort positiv überrascht. Mit einem gemessenen Gewicht von nur 117 Gramm gehört er zu den leichtesten Modellen im Testfeld und liegt kaum spürbar auf dem Kopf. Die Bügelspannung ist ausreichend dimensioniert, ohne dabei unangenehm zu drücken, und der Kopfhörer saß auch bei plötzlichen Bewegungen überraschend sicher. Selbst bei Liegestützen und anderen sportlichen Aktivitäten blieb er zumeist an Ort und Stelle. Durch den weichen Schaumstoff an den Ohrmuscheln konnten wir ihn zudem über einen längeren Zeitraum tragen, ohne Druck oder Schmerzen zu verspüren. Was den Tragekomfort betrifft, kommt er zwar nicht an die meisten Konkurrenzmodelle in diesem Test heran, für den Preis ist er aber äußerst angenehm.

Hama Bluetooth Kopfhörer Freedom Lit III, On Ear (faltbar, Headset mit Mikrofon, gepolstertes, einstellbares Kopfband, Spachsteuerung, Multifunktions-Button, bis zu 15 Stunden Musikzeit) Weiß
Hama Bluetooth Kopfhörer Freedom Lit III, On Ear (faltbar, Headset mit Mikrofon, gepolstertes, einstellbares Kopfband, Spachsteuerung, Multifunktions-Button, bis zu 15 Stunden Musikzeit) Weiß*
24,99 €
23,49 €

Soundqualität: Bei einem so günstigen Preis muss man zwangsläufig Abstriche machen und das betrifft leider auch die Soundqualität. Denn sie ist eher einfach und rein zweckmäßig ausgelegt, ohne nennenswerte Stärken in einem bestimmten Frequenzbereich. Bereits der leicht teurere Soundcore H30i für 40 Euro (UVP) schlägt den Hama Freedom Lit III um Längen. Der Bass ist zwar vorhanden, aber nicht besonders tief oder kraftvoll. Auch den Höhen fehlt es an Details, wodurch Musik insgesamt flach und eindimensional wirkt. Generell klingen alle Audioinhalte auffällig dumpf und wenig lebendig, als würde eine Art akustischer Schleier über dem Klangbild liegen. Da es zudem keine Begleit-App mit einem Equalizer gibt, lässt sich daran auch nichts korrigieren oder individuell anpassen. Wer also Wert auf ein ansprechendes Klangerlebnis legt, sollte lieber etwas tiefer in die Tasche greifen.

Ausstattung und Bedienung: Der Hama Freedom Lit III ist ein einfacher Kopfhörer, was sich auch in der Ausstattung zeigt. Ein Klinkenanschluss, ein USB-C-Anschluss und ein Mikrofon bilden bereits die Highlights. Mit drei Tasten an der rechten Ohrmuschel bedienten wir den Freedom. Sie sind leicht ins Gehäuse eingelassen und unterscheiden sich nicht in ihrer Größe. Wir mussten daher immer erst die Tasten mit dem Daumen suchen und abzählen, um die richtige zu finden. Auch die Belegung hat bei uns Fragen aufgeworfen. Mit einem kurzen Druck auf die Plus-Taste sind wir nämlich zum nächsten Song gesprungen. Um hingegen die Lautstärke zu ändern, mussten wir die gleiche Taste lange gedrückt halten. Üblicherweise ist es umgekehrt. Diese unkonventionelle Belegung erfordert eine Eingewöhnungszeit und führt in der Praxis leicht zu Fehleingaben.

On Ear Kopfhörer Test: Hama Freedom Lit III
Der Hama Freedom Lit III gibt es in mehreren knalligen Farben
© Basti Barsch / stern

Fazit: Es ist etwas unfair, einen Kopfhörer für 25 Euro (UVP) mit Modellen zu vergleichen, die das Fünffache oder mehr kosten. Hier zeigt sich jedoch, warum es sich lohnt, etwas mehr Geld zu investieren. Zwar konnte der Hama Freedom Lit III mit seiner Tragestabilität und seinem überraschend angenehmen Sitz durchaus punkten. Beim Sound jedoch fällt er deutlich ab und das ist letztlich die Kerndisziplin eines Kopfhörers. Auch wenn man in dieser Preisklasse keine Wunder erwarten sollte, wäre ein etwas ausgewogeneres, lebendigeres Klangbild durchaus wünschenswert gewesen. Schließlich zeigt der Soundcore H30i, der mit 40 Euro nur unwesentlich mehr kostet, dass günstig und gut sich nicht ausschließen müssen. Den Hama-Kopfhörer würden wir am ehesten Sportlern empfehlen, die kein hochwertiges Equipment mit ins Training nehmen wollen.

On-Ear-Kopfhörer: Die wichtigsten Fragen & Antworten

Welche On-Ear-Kopfhörer sind die besten? 

Wie unser Test ermittelte, ist derzeit der Marshall Major V der beste On-Ear-Kopfhörer. Er besticht nicht nur durch sein ikonisches Verstärker-Design, auch der Tragekomfort hat sich im Vergleich zu den Vorgängermodellen verbessert. Die Ohrpolster sind nun größer und weicher und der Anpressdruck angenehmer. Mit einem Gewicht von 190 Gramm tragen Sie den Major V auch über längere Zeit bequem. Klanglich ist der Marshall Major V klar auf Rock, Indie und Hip-Hop ausgerichtet. Der Bass ist präsent und druckvoll, die Mitten kommen bei Gitarren und Gesang gut zur Geltung. Lediglich die Höhen können bei manchen Titeln etwas scharf wirken. Wer den Klang anpassen möchte, kann über die Marshall-App einen Equalizer mit verschiedenen Voreinstellungen nutzen. 

Worin besteht der Unterschied zwischen On-Ear- und Over-Ear-Kopfhörern? 

Der wesentliche Unterschied liegt in der Form und Positionierung der Ohrmuscheln: On-Ear-Kopfhörer liegen direkt auf der Ohrmuschel auf, während Over-Ear-Kopfhörer das Ohr vollständig umschließen. Daraus ergeben sich in der Praxis mehrere Konsequenzen. Over-Ear-Modelle sind in der Regel größer, schwerer und weniger portabel, bieten dafür aber oft eine bessere passive Geräuschisolation. Zudem werden sie von vielen Nutzern bei langen Tragedauern als angenehmer empfunden, da kein direkter Druck auf die Ohrmuschel entsteht. On-Ear-Kopfhörer sind kompakter, leichter und meist günstiger, können aber bei langen Tragesessions durch den Anpressdruck auf die Ohren unangenehm werden. Klanglich werden Over-Ear-Modelle häufig als räumlicher und bassbetonter wahrgenommen, da die geschlossene Klangkammer mehr Volumen bietet. Für den mobilen Alltag sind On-Ear-Kopfhörer in der Regel die praktischere Wahl, für den stationären Einsatz zu Hause oder im Büro empfehlen sich oft Over-Ear-Modelle.

Für wen lohnen sich On-Ear-Kopfhörer?

On-Ear-Kopfhörer richten sich vor allem an Menschen, die einen kompakten und vielseitigen Alltagsbegleiter suchen, der sich problemlos in eine Tasche stecken lässt. Pendler, Studierende und alle, die ihren Kopfhörer oft unterwegs nutzen und schnell zwischen verschiedenen Situationen wechseln, profitieren dabei besonders vom geringen Gewicht und der handlichen Bauform. Viele Modelle lassen sich zudem zusammenfalten, was den Transport noch weiter erleichtert. Auch für Sport und Freizeit eignen sich viele On-Ear-Modelle gut, weil sie weniger Wärme stauen als die größeren Over-Ear-Varianten. Wer dagegen stundenlang am Schreibtisch sitzt, maximale Klangqualität oder eine besonders effektive Geräuschisolation sucht, greift besser zu einem Over-Ear-Modell. Diese sitzen nicht auf, sondern umschließen das Ohr vollständig. Dadurch bieten sie in der Regel eine bessere passive Dämmung sowie oft auch einen druckvolleren Klang.

Wie viel kosten On-Ear-Kopfhörer?

On-Ear-Kopfhörer gibt es in einer sehr breiten Preisspanne, die nahezu jedes Budget abdeckt. Die günstigsten Einsteigermodelle sind bereits ab etwa 20 Euro erhältlich und eignen sich für gelegentlichen Gebrauch. Premium-Geräte mit aktiver Geräuschunterdrückung, hochwertigem Klang und edler Verarbeitung können hingegen mehrere hundert Euro kosten. Wer rund 50 bis 150 Euro ausgibt, bekommt in der Regel ein solides Gerät mit gutem Klang, ordentlicher Verarbeitung und einer angemessenen Ausstattung. Für Gelegenheitshörer, die den Kopfhörer nur gelegentlich nutzen, reicht oft schon die günstige Mittelklasse vollkommen aus. Audiophile Hörer, Vielreisende oder Menschen, die ihren Kopfhörer täglich intensiv nutzen, sollten dagegen eher zu den teureren Modellen greifen.

Wie hoch ist die Bluetooth-Reichweite von On-Ear-Kopfhörern?

Die meisten aktuellen On-Ear-Kopfhörer nutzen Bluetooth 5.0 oder eine neuere Version und erreichen damit eine theoretische Reichweite von bis zu zehn Metern. In der Praxis und innerhalb von Wohnungen reduziert sich diese Reichweite durch Wände, andere Bluetooth- und WLAN-Geräte sowie weitere Hindernisse häufig auf etwa sieben bis acht Meter. Hochwertigere Modelle, die auf optimierte Antennen und leistungsfähigere Chips setzen, schaffen unter freiem Himmel und ohne Hindernisse mitunter auch 20 Meter und mehr. Neuere Bluetooth-Versionen wie 5.2 oder 5.3 verbessern zudem die Verbindungsstabilität und reduzieren Latenzen, was besonders bei der Nutzung für Videokonferenzen oder beim Streamen von Filmen angenehm ist. Wer den Kopfhörer vorwiegend unterwegs nutzt und dabei das Smartphone stets in der Hosentasche oder Jackentasche trägt, merkt von diesen Reichweiteneinschränkungen in der Regel ohnehin nichts. Der Abstand zwischen Kopfhörer und Gerät ist in dem Fall minimal.

Was ist Noise Cancelling und haben es alle On-Ear-Kopfhörer?

Active Noise Cancelling, kurz ANC, bezeichnet eine aktive Geräuschunterdrückung, bei der Mikrofone im Kopfhörer Umgebungsgeräusche erfassen und diese durch ein gegenphasiges Signal elektrisch neutralisieren. Das Ergebnis: Störgeräusche wie das gleichmäßige Motorenrauschen im Zug oder Flugzeug, das Summen einer Klimaanlage oder Hintergrundgespräche in einem Café verschwinden damit nahezu vollständig, ohne dass die Lautstärke der Musik erhöht werden müsste. Nicht alle On-Ear-Kopfhörer bieten diese Funktion. Viele Modelle setzen stattdessen ausschließlich auf passive Dämmung durch die anliegenden Ohrpolster. Diese passive Variante funktioniert zwar ohne Batterieverbrauch und ohne elektronische Komponenten, arbeitet jedoch deutlich weniger effektiv, insbesondere bei tiefen, gleichmäßigen Frequenzen. Lediglich einige, meist teurere On-Ear-Kopfhörer bieten echtes ANC. Wer also regelmäßig in lauten Umgebungen unterwegs ist, sollte beim Kauf gezielt auf diese Funktion achten.

Wie lange und wie laut sollte man am Tag Musik mit On-Ear-Kopfhörern hören?

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, Kopfhörer mit maximal 60 Prozent der Maximallautstärke zu betreiben, um das Gehör langfristig zu schützen. Daraus hat sich die allgemeine 60/60-Regel abgeleitet, die sich als praktischer Richtwert im Alltag bewährt hat. Sie besagt, dass man bei 60 Prozent der Lautstärke maximal 60 Minuten am Stück Musik hören sollte, bevor man eine ausreichende Pause einlegt. Wer lauter hört, sollte die Hördauer entsprechend kürzen. Das menschliche Gehör erholt sich zwar von kurzen, gelegentlichen Lärmspitzen, doch dauerhaft hohe Pegel schädigen die empfindlichen Haarzellen im Innenohr. Besonders tückisch: Hörschäden entstehen oft schleichend und machen sich erst bemerkbar, wenn bereits ein dauerhafter Schaden eingetreten ist. Ein guter und einfach anwendbarer Richtwert für den Alltag lautet: Wenn Sie beim Hören nicht mehr verstehen, was eine Person direkt neben Ihnen sagt, ist die Lautstärke bereits zu hoch. Sie sollten sie in diesem Fall sofort reduzieren.

Welche Kopfhörer sind am gesündesten? 

„Gesund" bedeutet bei Kopfhörern, dass möglichst wenig Schaden am Gehör entsteht. Aus dieser Perspektive sind Kopfhörer, die aktives Noise Cancelling bieten, tendenziell gesünder. Das liegt nicht daran, dass die Technik selbst das Gehör schützt, sondern weil Nutzer in lauten Umgebungen die Lautstärke weniger hochdrehen müssen. Over-Ear-Kopfhörer gelten außerdem als etwas gehörschonender als In-Ear-Modelle, da sie den Schall nicht direkt in den Gehörgang leiten, sondern etwas mehr Abstand halten. On-Ear-Kopfhörer liegen dazwischen. Wichtiger als die Bauform ist jedoch das eigene Nutzungsverhalten. Wer bei niedrigen Lautstärken hört und regelmäßige Pausen einlegt, schützt sein Gehör deutlich besser als jemand, der mit teuren Over-Ear-Kopfhörern dauerhaft auf voller Lautstärke hört. Einige moderne Kopfhörer und Smartphones bieten zudem integrierte Lautstärkebegrenzer oder Warnhinweise, wenn der empfohlene Schallpegel überschritten wird.

Kann man bei Tinnitus On-Ear-Kopfhörer tragen? 

Grundsätzlich ist das Tragen von On-Ear-Kopfhörern auch bei Tinnitus möglich, allerdings sollte man dabei einige wichtige Punkte beachten. Tinnitus kann durch zu laute oder zu lange Beschallung deutlich verstärkt werden. Betroffene sollten daher besonders konsequent auf niedrige Lautstärkepegel achten und die oben beschriebene 60/60-Regel strikt einhalten. Kopfhörer mit Noise-Cancelling-Funktion können dabei helfen. Denn wer Umgebungslärm aktiv unterdrückt, neigt weniger dazu, die Lautstärke zum Übertönen der Außengeräusche unbewusst hochzudrehen. Im Zweifel sollte man Rücksprache mit einem HNO-Arzt halten, der individuell beraten kann, ob und in welchem Umfang die Nutzung von Kopfhörern vertretbar ist.