VG-Wort Pixel

Buchmesse 2015 In Leipzig wird der Bücherfrühling eingeläutet


Autoren, Verleger, Buchhändler und Leser kommen zur Leipziger Buchmesse zusammen. Im Mittelpunkt: das Buch, ob gedruckt oder elektronisch. Den Leipziger Buchpreis erhält in diesem Jahr ein Rumäne.

Die Buchbranche blickt nach Leipzig: Am Mittwochabend wird im Gewandhaus die Leipziger Buchmesse feierlich eröffnet.

Schon am Mittwochvormittag informieren Branchenvertreter auf einer Pressekonferenz über die aktuelle Situation auf dem Buchmarkt. Nach Angaben des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels legten im vergangenen Jahr besonders Sachbücher zu, während Belletristik-Titel schwächelten. Das E-Book macht 4,3 Prozent des gesamten Buchhandelsumsatzes aus.

Dieser belief sich nach den letzten verfügbaren Zahlen von 2013 auf 9,53 Milliarden Euro. Davon entfielen gut 4,6 Milliarden Euro auf den Sortimentsbuchhandel und 1,77 Milliarden Euro auf den Versandhandel einschließlich Internet. 1,87 Milliarden Euro setzten die Verlage direkt um, der Rest verteilte sich auf andere Vertriebswege. Vor Ort gibt es in Deutschland noch etwa 6000 Buchhandlungen, Tendenz sinkend.

Leipziger Buchpreis an Mircea Cartarescu

Beim Festakt am Mittwochabend erhält der rumänische Autor Mircea Cartarescu für seine "Orbitor"-Romantrilogie den mit 15.000 Euro dotierten Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung. Damit werden Persönlichkeiten gewürdigt, die sich um das gegenseitige Verständnis in Europa, vor allem mit den Ländern Mittel- und Osteuropas, verdient gemacht haben.

Auf dem Frühjahrstreffen der Branche präsentieren sich dann von Donnerstag bis Sonntag (12.-15.3.) mehr als 2200 Aussteller auf dem Leipziger Messegelände. Anders als die Frankfurter Buchmesse ist die Leipziger Bücherschau an allen Tagen für das allgemeine Publikum geöffnet. Im vergangenen Jahr kamen nach Angaben der Veranstalter 175.000 Besucher.

So viel lesen die Deutschen

Gut ein Viertel der Deutschen (27 Prozent) liest einer Umfrage zufolge mehr als zehn Bücher im Jahr. Frauen sind dabei mit 35 Prozent die größeren Leseratten als Männer (19 Prozent). Dies ermittelte das Forsa-Institut für den stern zur Leipziger Buchmesse (12.-15.3.).

19 Prozent der Bürger kommen auf sechs bis zehn Bücher im Jahr, 39 Prozent auf immerhin noch bis zu fünf. 14 Prozent greifen überhaupt nicht zum Buch.

Die Bildung spielt dabei eine große Rolle: Während fast ein Drittel der Hauptschulabsolventen keine Bücher liest, nehmen sich 36 Prozent der Befragten mit Abitur oder Studium gleich zehn oder mehr Bücher im Jahr vor. Für die Untersuchung wurden Anfang März 1004 repräsentativ ausgesuchte Bürger befragt.

ivi/DPA DPA

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker