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Stanley "Tookie" Williams: Schwarzenegger erwägt Begnadigung

Kaliforniens Gouverneur Arnold Schwarzenegger prüft derzeit eine Begnadigung des zum Tode verurteilten "Tookie" Williams. Die Exekution des Schriftstellers ist auf den 13. Dezember angesetzt.

Gouverneur Arnold Schwarzenegger erwägt offenbar eine Begnadigung des zum Tode verurteilten früheren Gang-Mitglieds Stanley "Tookie" Williams. Nach einem Treffen mit den Anwälten Williams sagte Schwarzenegger am Freitag, er werde alle Beteiligten am 8. Dezember erneut anhören.

Letzte Chance

Die Hinrichtung von Williams, der während seiner Haft mehrere Kinderbücher schrieb und für seinen Einsatz gegen Gewalt mehrfach für den Nobelpreis nominiert wurde, ist auf den 13. Dezember angesetzt. Nachdem der Oberste Gerichtshof der USA entschied, sich nicht mit dem Fall zu befassen, ist eine Begnadigung durch Schwarzenegger die letzte Chance für Williams. Der Gouverneur von Kalifornien hat die Autorität, eine Todesstrafe in eine lebenslange Haftstrafe umzuwandeln. Er entscheide "von Fall zu Fall", sagte Schwarzeneggers Sprecherin Margita Thompson.

Williams wurde 1981 wegen vierfachen Mordes verurteilt. Er beteuert seine Unschuld. Er erklärte, die Staatsanwaltschaft habe für seinen Prozess keine schwarzen Geschworenen zugelassen und damit seine Rechte verletzt. Ein Berufungsgericht in San Francisco lehnte eine neue Anhörung ab. Williams wurde schuldig gesprochen, einen Supermarktangestellten sowie zwei Motelbesitzer und deren Tochter erschossen zu haben. Gemeinsam mit einem Freund gründete Williams 1971 die Straßengang "Crips". Er wurde fünf Mal für den Friedensnobelpreis und vier Mal für den Literaturnobelpreis nominiert.

AP / AP