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Großbritannien: "Lass nicht los!": Mädchen rettet mit Nachrichten an Brücke zahlreiche Leben

Weil sie weiß, wie es sich anfühlt, am Geländer zu stehen und nicht mehr weiter zu wissen, pinnte eine junge Frau aus dem Nordosten Englands ermutigende Nachrichten an eine Brücke in ihrer Heimatstadt – und hat damit bereits Leben gerettet.

Paige Hunter und Polizei Chief Superintendent Sarah Pitt

Paige Hunter und Polizei Chief Superintendent Sarah Pitt bei ihrer Ehrung auf der Wearmouth Bridge

Paige Hunter weiß, wie es sich anfühlt, nicht mehr weiter zu wissen. Doch anstatt den Kopf in den Sand zu stecken, entschied sich die 18-Jährige, anderen betroffenen Depressionserkrankten zu helfen. Mit einer vermeintlich kleinen Geste: Sie brachte Zettel mit bewegenden Nachrichten an einer Brücke in ihrer Heimatstadt Sunderland im Nordosten von England an. Darauf stehen Nachrichten wie etwa "Du bist ein leuchtender Stern am Himmel", "Lass nicht los!" und "Die Welt ist ein besserer Ort, solange du da bist." 

In einem Interview mit "InsideEdition.com" sagte die junge Britin, sie selbst leide am Posttraumatischen Stress Syndrom: "Wenn es besonders schwer wurde und ich mich sehr alleine fühlte, stand ich manchmal an der Wearmouth Bridge. Und dieses Gefühl, wenn du unsicher bist, ob du springen solltest, ist einfach fürchterlich." Sie wolle nicht, dass sich andere Menschen auch so fühlen müssten. Deshalb habe sie die Schilder angebracht.

An inspirational teenager who has pinned uplifting messages onto a Sunderland bridge to help those in despair has been...

Gepostet von Northumbria Police am Samstag, 21. Juli 2018

Innovative Art der Suizidprävention

Inzwischen ist auch die Polizei von Northumbria auf Paige und ihre Nachrichten aufmerksam geworden und ehrte die Teenagerin mit einem Zertifikat. "Wir wollen Paiges toller Arbeit applaudieren und ihr für die Hilfe danken, die sie psychisch erkrankten Personen im Raum Sunderland hat zukommen lassen", sagte Polizei Chief Superintendent Sarah Pitt. "Sie hat ein tiefes Verständnis für Personen gezeigt, die unsere Hilfe brauchen und das hier ist eine sehr innovative Art und Weise, diesen Personen zu helfen."

Paige sagte bei der Ehrung, sie habe die Nachrichten nicht aufgehängt, um damit Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, oder um geehrt zu werden: "Es war einfach etwas, was mir am Herzen lag." Sie wolle Menschen helfen. Inzwischen sei ihr mitgeteilt worden, dass ihr Zuspruch bereits sechs Personen das Leben gerettet habe. 

Sie haben suizidale Gedanken? Hilfe bietet die Telefonseelsorge. Sie ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr unter 0 800 / 111 0 111 und 0 800 / 111 0 222 erreichbar. Auch eine Beratung über E-Mail ist möglich. Eine Liste mit bundesweiten Hilfsstellen findet sich auf der Seite der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention.



 

jgs
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.