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#metoo, Liebe u.v.m.: Das steht in der Januar-Ausgabe der NEON

Der Konjunktiv der Liebe / Was lernen wir aus der #metoo-Debatte? / Was tun, wenn die Freizeit einem Staffellauf gleicht? / Hip-Hop oder Gitarrenmusik – was ist politischer?

Ich habe ein Problem: Meine Freizeit stresst mich. Kann ich es schaffen, Freunde zu haben UND Zeit für mich?
So entspannt wie unser Covermodel Carolina nach fünf Stunden Schaumbad-Shooting war ich 2017 selten. An 46 Wochenenden fand man mich nicht auf der Couch, sondern unterwegs: um Freunde zu treffen, meine Eltern oder um Besuch zu empfangen. Ein Wahnsinn. Ich musste etwas ändern – und begann für die Titelgeschichte eine Rettungsmission. Der Patient: meine eigene Freizeit. Ich sprach mit Burn-out-Experten, Organisationspsychologen, einem Unternehmensberater.
Am Ende saß ich am Küchentisch von Maria Anna Leenen, einer Einsiedlerin, die in einem Gehöft im Osnabrücker Land lebt.
Während sie langsam Honig in ihren Kaffee rührte, sagte sie mir, ich solle aufhören, die Erwartungen anderer zu bedienen. Vielleicht eine der wichtigsten Erklärungen für alles, was bei mir persönlich 2017 schieflief.

Was darüber hinaus noch alles geschah? Darauf blicken wir in unserem NEON-Jahresrückblick. Ein verrücktes Jahr – allein Trump könnte Seiten füllen. Aber es gab auch schöne Momente. Endlich pfeift eine Frau in der Bundesliga!

Endlich können gleichgeschlechtliche Paare heiraten! Wir sagen Tschüss, 2017. Ade.

Jedoch nicht ohne auf einen der größten Aufreger der vergangenen zwölf Monate zu blicken: die Sexismusdebatte #metoo. Als wir in der Redaktionskonferenz darüber sprachen, merkten wir schnell: Wir sind alle betroffen. Nicht unbedingt als Opfer, sondern als stille Komplizen.

Fast jeder von uns hat Situationen erlebt, in denen jemand beleidigt wurde, begrapscht oder einfach blöd angeredet. Und in denen wir wegguckten. Aus Angst, Scham oder weil wir die Stimmung nicht kaputtmachen wollten. Das muss aufhören, schreibt Fiona Weber-Steinhaus. Und zeigt fünf Beispiele von Menschen, die einschritten.

Einmischen wollen sich auch die Sänger von Zugezogen Maskulin. In unserem Doppel-Interview mit Alt-Punk Schorsch Kamerun erzählen sie, wie es ist, als "Streber-Rapper" zu gelten.

Die NEON Ausgabe 1 2018 liegt ab Montag, den 4. Dezember am Kiosk.

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