VG-Wort Pixel

Star Wars Was man benötigt, um ein echtes Lichtschwert zu bauen

Star Wars: Was man benötigt, um ein echtes Lichtschwert zu bauen
Wer keine adeganischen Kristalle zur Verfügung hat und auch mit der "Macht" so seine Probleme hat, sollte für sein Lichtschwert vielleicht besser auf Laser zurückgreifen
© PICTURE ALLIANCE
Zur Ausbildung eines jeden jungen Jedi-Ritters gehört es, sein eigenes Lichtschwert zu bauen. Der US-amerikanische Physiker Murray Gibson rät, statt adeganischer Kristalle vielleicht lieber Laser zu nehmen.

Luke Skywalker hat ein blaues, Yoda ein grünes, Marc Windu ein violettes - und mit dem achten Teil der Star-Wars-Saga "Die letzten Jedi" kehren die Lichtschwerter auch auf die Leinwand zurück. Nur Auserwählte dürfen mit ihnen kämpfen. Ihr Bau gehört zur Ausbildung eines jeden Jedi-Ritters. Dafür müssen adeganische Kristalle gesucht und Kontakt mit der "Macht" aufgenommen werden. Ein langwieriges und schwieriges Unterfangen also. Klar, man könnte es sich auch leichter machen und wie die bösen Sith synthetische Kristalle züchten. Aber deren Schwerter strahlen dann auch ausschließlich rot. Wenig individuell. Das muss auch anders gehen.

Der US-amerikanische Physiker Murray Gibson von der Florida State University würde da eher auf Lasertechnologie setzen. Es sei allerdings schwierig, Laserstrahlen einzugrenzen. Ein Strahl ist schließlich ein Strahl, der zwar einen Anfang aber, wie wir natürlich alle noch aus dem Mathematik- und Physikunterricht wissen, kein Ende hat. Ein Lichtschwert mit einer unendlichen Klinge zu nutzen würde also ein gewisses Gefahrenpotential in sich bergen. Nicht nur im Zweikampf. Aber gut. Manchmal muss man groß denken und sich nicht von physikalischen Kleinigkeiten ausbremsen lassen.

Lichtschwert: ok - bei Landgleitern wird's schon schwieriger

Wenden wir uns der Energiequelle zu. Rund elf Kilo Batterien wären nötig, um ein Lichtschwert mit Laser zu betreiben. Ein ziemliches Gewicht. Allerdings würde auch die aktuelle Forschung an genau solchen Problemen arbeiten, wie der Gewichtsreduktion von tragbaren Geräten, die im besten Fall sogar durch erneuerbare Energien betrieben würden. Lichtschwerter sind also noch im Bereich des Möglichen. Zumindest irgendwann.

Anders sieht es da bei den Landgleitern aus. "Beim Starten und Landen scheint es um die Triebwerke keine Luftbewegung zu geben – so eine Technik gibt es nicht", sagt Gibson der Nachrichtenseite "USA Today".

Noch problematischer – natürlich auch aus ethischer Sicht – wäre die Konstruktion des Todessterns. "Der bräuchte eine unvorstellbare Menge an Energie und heutzutage haben wir noch keine Idee, wie man so viel Energie erzeugen könnte", so Gibson. Besonders zum Beamen eines Objekts wie des Todessterns bräuchte man millionenfach mehr Energie, als heute überhaupt vorstellbar ist. Todesstern also nicht, Lichtschwert ja - das ist immerhin was.

"Das großartige an den Star-Wars-Filmen ist die Vorstellung daran, was alles möglich sein könnte", sagt Gibson. "Es ist vielleicht teuer und man könnte natürlich fragen, ob man manche Dinge wirklich braucht, aber die Filme sind eine tolle Sache, um die Vorstellungskraft und die Technologie zu inspirieren." Er hofft, dass der neue Star-Wars-Film das Interesse für Wissenschaft und Technik wecken kann.

tyr

Mehr zum Thema