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Semesterbeginn: Von Haftpflicht bis Fahrrad: Diese Versicherungen sollten Studenten abschließen

Zum Start des Wintersemesters im Oktober steht für Studierende viel Organisatorisches an: Wohnungssuche, Vorlesungsplan, Nebenjob und auch das leidige Thema Versicherungen. NEON verrät, welche wirklich wichtig sind.

Studium: Diese Versicherungen sind für Studierende wichtig

NEON gibt Studierenden Tipps, welche Versicherungen sie brauchen

Getty Images

KRANKENVERSICHERUNG: Alle Studenten brauchen eine Krankenversicherung. Jedoch können sie sich meist bis zum vollendeten 25. Lebensjahr bei den Eltern in der Familienversicherung mitversichern. Bedingung ist, dass sie nicht mehr monatliches Einkommen als 425 Euro haben - bei einem Minijob nicht mehr als 450 Euro. Bei einem zweimonatigen Nebenjob in den Semesterferien können Studenten aber mehr hinzu verdienen und weiterhin familienversichert bleiben.

Nach dem 25. Geburtstag müssen Studenten sich in der Regel selbst versichern. Dafür gibt es eine gesetzliche Studentenversicherung. Der Beitrag für Kranken- und Pflegeversicherung liegt zusammengerechnet bei etwa 90 Euro. Die Versicherungspflicht gilt auch während eines Urlaubssemesters. Auch private Krankenversicherungen bieten Tarife für Studenten an.

AUSLANDSREISEKRANKENVERSICHERUNG: Studenten, die gern verreisen, sollten eine Auslandsreisekrankenversicherung abschließen. "Sie ist für gesetzlich und privat Krankenversicherte dringend zu empfehlen", erklärt der Bund der Versicherten. Sie übernimmt die Kosten für die Behandlung im Ausland und notfalls für den Krankentransport. Gute Policen gibt es schon für unter zehn Euro pro Jahr. Manchmal ist eine Auslandsreisekrankenversicherung schon in der Kreditkarte enthalten oder durch die Mitgliedschaft im Autoclub abgedeckt.

Aber: Oft gilt diese Versicherung nur für einige Wochen Aufenthalt. Steht ein Auslandssemester außerhalb Europas an, so empfiehlt das Online-Verbraucherportal "Finanztip" eine Auslandskrankenversicherung. Gute Angebote gibt es demnach ab 100 Euro. 

Deshalb lohnt sich eine Unfallversicherung

HAFTPFLICHT: Wer jemandem einen Schaden zufügt, haftet dafür unbegrenzt. Werden Menschen verletzt, geht das schnell in die Hunderttausende. Schon deshalb ist eine Privathaftpflicht ein Muss. Unverheiratete Studenten sind bis zum Ende der Ausbildung bei den Eltern mitversichert, sofern sie vor dem Studium nicht berufstätig waren.

Die Gothaer Versicherung rät, darauf zu achten, ob auch "fremde private Schlüssel" abgedeckt sind - für den Fall, dass der Schlüssel zur Mietwohnung verloren geht und die Schlösser ausgetauscht werden müssen. Auch eine Hausratversicherung mit einer Extraklausel gegen Fahrraddiebstähle sei empfehlenswert.

BERUFSUNFÄHIGKEITSVERSICHERUNG: Wer seinen Beruf nach einer Krankheit oder einem Unfall nicht mehr ausüben kann, erhält von der Berufsunfähigkeitsversicherung eine monatliche Rente. Die Police sollte vereinbart werden, solange man noch kerngesund ist. Schon kleine Leiden verteuern später den Vertrag oder führen zur Ablehnung. Ein Abschluss zu Studienzeiten ist also durchaus ratsam. Dabei sollte nicht nur auf den Beitrag geachtet werden, sondern auch auf die Bedingungen - etwa die Laufzeit. Denn die Gefahr einer Unfähigkeit steigt eher im hohen Alter. 

UNFALLVERSICHERUNG: Sie ist weniger wichtig als eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Die gesetzliche Unfallversicherung schützt Studenten nur in der Uni und auf dem Weg dorthin sowie auf von der Fakultät organisierten Fahrten und Exkursionen. Die Versicherung greift jedoch nicht in der Freizeit, in der erfahrungsgemäß zwei Drittel aller Unfälle passieren. Eine Unfallversicherung ist laut "Finanztip" vor allem für Motorradfahrer, Mountainbiker und andere Extremsportler sinnvoll, weil sie in erster Linie schwere Unfälle abdeckt, die eine Behinderung nach sich ziehen könnten. 

KFZ-VERSICHERUNG: Die Kfz-Haftpflichtversicherung ist gesetzliche Pflicht. Das eigene Auto selbst zu versichern, kann für Studenten jedoch sehr teuer werden. "Besser ist eine Versicherung als Zweitwagen der Eltern", rät "Finanztip".

Das kleine Renten-Einmaleins: So geht Altersvorsorge über Versicherungen
dpa
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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