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"Mir nicht egal"-T-Shirts: Organisation trollt Melania Trump und ihre Jacke – und sammelt für Flüchtlinge

"Ist mir echt egal, euch auch?": Dieser Schriftzug stand auf der Jacke von Melania Trump bei ihrem Besuch in einem Flüchtlingszentrum – und löste eine große Diskussion aus. Eine Organisation nutzte das Aufregerthema nun für den guten Zweck.

Es war der politische Aufreger der Woche: Melania Trump und ihre fragwürdige Kleiderwahl. Bei ihrem Besuch in einem Flüchtlingszentrum an der mexikanischen Grenze am Donnerstag trug die First Lady eine olivgrüne Jacke, auf deren Rücken folgender Schriftzug zu lesen war: "I really don't care, do u?" Heißt übersetzt etwa: "Es ist mir wirklich egal, und euch?"

Die Aufschrift sorgte deshalb für Aufsehen, weil ihr Mann, US-Präsident Donald Trump, ein Tag zuvor per Dekret die Familientrennung von illegalen Einwandern nach starker Kritik im In- und Ausland, aufgehoben hatte. Von den sozialen Netzwerken bis hin zu den renommiertesten Journalisten der Welt fragt man sich nun: Was meint sie damit?  

Organisation nutzt Melania-Trump-Kontroverse

Perfekt, dachte sich eine Organisation. Die nutzte die Kontroverse nun, um Geld für Kinder zu sammeln, die von der Familientrennung betroffen sind: PSA Supply Co, eine Kleidermarke des amerikanischen Jugendportals "Upworthy", brachte ein T-Shirt raus, das an den Schriftzug von Melanias Jacke angelehnt ist: "I really do care, don’t u?" ("Es ist mir wirklich nicht egal, euch auch nicht?")

Über 8.600 Euro sind innerhalb von zwölf Stunden zusammengekommen. Das Geld geht zu 100 Prozent an die gemeinnützige Organisation "United We Dream". Die setzt sich für die gerechte Behandlung junger Migranten in den USA ein. "Nach Melanias Mode-Desaster haben wir uns gedacht, dass wir etwas unternehmen müssen", erklärt das Unternehmen auf seiner Website. "Deshalb haben wir diese Aktion gestartet."

Zara statt Dior: Normalerweise trägt die First Lady Luxus-Marken

Melania Trump äußerte sich zu den Vorwürfen bislang noch nicht. Ihre Sprecherin Stephanie Grisham betonte jedoch, dass keine versteckte Botschaft dahinter gewesen sei. Allerdings ist es merkwürdig, warum sie ausgerechnet an diesem Tag eine Jacke vom spanischen Modehersteller Zara für "nur" 33 Euro trug.

Das steht nämlich im völligen Kontrast zu ihrer sonstigen Garderobe. Bei ihren öffentlichen Auftritten trug sie in der Regel Designs von Christian Dior, Givenchy und Valentino, sowie Absätze von Christian Louboutin – allesamt Luxus-Marken. Zumal sie ganz genau weiß, dass bei einer First Lady alles analysiert wird: ihr Gesichtsausdruck, ihre Aussagen und auch ihre Kleiderwahl …

rpw