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Entschuldigung bei Instagram Russische Firma muss Parfum zurückziehen – weil sie es "sexuelle Belästigung" nannten


Was wie ein dämlicher Scherz klingt, ist leider wahr: Eine russische Parfumfirma brachte einen Duft auf den Markt, der sich "Sexual Harassment" nannte – und sah sich nun gezwungen, ihn wieder zurückzuziehen.

Es gibt Momente im Leben, da möchte man sich einfach nur an den Kopf fassen und wild mit den Ohren schlackern. Dies ist einer von ihnen.

Eine russische Parfumfirma sah sich vor Kurzem gezwungen, einen bereits auf den Markt gebrachten Duft zurückzuziehen, weil sie bei der Wahl des Namens ganz offensichtlich rein und überhaupt gar nicht nachgedacht hatten. Anders lässt sich nicht erklären, wie man auf die Idee kommen könnte, sein Produkt "Sexual Harassment" – übersetzt "Sexuelle Belästigung" – zu nennen.

Der Duft, der angeblich nach rosa Pfeffer, Tuberose, Jasmin, Narzissen, Sandelholz, Vanille, Zibet und Moschus riechen soll, wurde von der Firma Nimere Parfums hergestellt, die ihn nun laut "The New Zealand Herald" neu verpacken und unter einem anderen Namen verkaufen will.

Parum im Online Shop
In einigen Parfumshops ist der Duft noch erhältlich
© Screenshot Osmodeus Shop

Der Chef der Parfumfirma hat sich inzwischen entschuldigt

Nikolai Eremin, Chef von Nimere Parfums, hat sich inzwischen auf Instagram für den Fehltritt entschuldigt, schreibt: "Letztes Jahr habe ich etwas getan, was nicht durchdacht war. Ich habe einen Duft benannt, wie ich ihn nicht hätte benennen dürfen. […] Es spielt keine Rolle, dass ich darin eine andere Bedeutung sah. Mein Fehler war, dass ich in diesem Moment nicht an die wirklichen Opfer gedacht habe, an die Menschen, die sich wirklich mit einer Tragödie wie dieser konfrontiert gesehen haben." Welche andere Bedeutung er jetzt genau in "Sexuelle Belästigung" sieht, wird nicht erklärt. "Ich dachte nur an die 'Freiheit der Kreativität'. […] Ich habe mich schuldig gemacht und dafür entschuldige ich mich. Ich habe einen Fehler gemacht." Kann man so sagen, ja.

An dieser Stelle hat unsere Redaktion Inhalte aus Instagram integriert.
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Es ist nicht das erste Mal, dass eine Kosmetik-Firma wegen fehlgeleiteter Namensgebung in der Kritik steht. Erst vor wenigen Jahren war die Marke Kat von D stark kritisiert worden, nachdem man sich dafür entschieden hatte, einen roten Lippenstift "Underage", also "minderjährig", zu nennen.

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Quellen: Instagram / NZ Herald 

jgs

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