Auf der Suche nach Gold waren sieben Dorfbewohner am 20. Mai in die weitverzweigte Höhle in einer abgelegenen Gegend von Xaysomboun im Zentrum des Landes hinabgestiegen. Bei einer Sturzflut drang Wasser ein und schnitt ihnen den Rückweg ab. Helfer hatten seitdem unablässig Wasser abgepumpt, um Rettern den Zugang zu ermöglichen.
Am Freitag konnte ein erster Mann aus dem Höhlensystem gerettet werden. Am Samstag kamen vier weitere Männer aus eigener Kraft frei, nachdem Taucher sie mit Essen versorgt hatten und der Wasserstand tief genug gesunken war.
Die fünf Überlebenden wurden ins Krankenhaus gebracht. Einem Radiosender berichteten sie von ihrer Gefangenschaft unter Tage. Demnach hatte sich Verzweiflung bei den Männern breit gemacht. „Ich habe gesagt, wenn keine Taucher zur Hilfe kommen, ist unsere Überlebenschance gleich null. Wir haben nur darauf gewartet zu sterben“, berichtete einer der Überlebenden.
Ein weiterer Geretteter sagte, die beiden noch vermissten Männer seien weiter als alle anderen in das Höhlensystem hinabgestiegen. Nach Angaben des japanischen Tauchers Yoshitaka Isaji konzentriert sich die Suche nach den letzten beiden Goldsuchern auf einen Bereich, der durch eine enge, überschwemmte Passage von dem Aufenthaltsort der übrigen fünf abgeschnitten ist.
„Dieser überschwemmte Durchgang ist extrem eng und praktisch unpassierbar“, erklärte Isaji in Onlinediensten. „Stellen Sie sich den Raum so eng wie eine Schublade vor.“ Wegen des schlammigen Wassers sei die Sicht zudem „gleich null“. Die Helfer pumpten daher vorerst weiter Wasser ab. Ein Tauchgang sei angesichts der enormen Gefahren „der letzte Ausweg“.