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Katholische Kirche: Vatikan pocht auf Recht zur Missionierung

Der Vatikan bleibt dabei: Die katholische Kirche will auch weiterhin Andersgläubige zu ihrem Glauben bekehren. Die russisch-orthodoxe Kirche wirft dem Vatikan seit Jahren aggressive Missionstätigkeit vor.

Der Vatikan will sich nicht davon abbringen lassen, Andersgläubige zum katholischen Glauben zu bekehren. Die katholische Kirche habe das Recht, ihre Botschaft zu verbreiten und Konvertiten in ihre Gemeinschaft aufzunehmen, hieß es in einem von der Glaubenskongregation veröffentlichten Dokument. Jedoch dürfe niemand gezwungen werden, seinen Glauben zu wechseln.

Bei ihrer Mission müssten Katholiken streng darauf achten, "die Traditionen und spirituellen Reichtümer" in anderen Ländern zu respektieren, hieß es. "Evangelisierung kann es nur durch Dialog und nicht mittels Proselytenmacherei (das aufdringliche Abwerben Andersgläubiger) geben." Falls jemand sich dazu entschließe, zum katholischen Glauben überzutreten, müsse dies jedoch "als Werk des Heiligen Geistes und als Ausdruck von Gewissens- und Religionsfreiheit respektiert werden".

Die russisch-orthodoxe Kirche wirft dem Vatikan seit Jahren vor, nach dem Ende des Kommunismus in orthodoxen Gebieten Osteuropas eine aggressive Missionstätigkeit zu betreiben.

DPA / DPA
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