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Drohende Staatspleite: Was bedeutet die Griechenland-Krise für Urlauber?

Griechenland droht ab der kommenden Woche die Staatspleite. Reisende fragen sich nun, was die Krise für den bevorstehenden Urlaub bedeutet. Die wichtigsten Informationen im Überblick.

Ist Griechenland trotz der Krise für Urlauber weiter ein sicherer Hafen?

Ist Griechenland trotz der Krise für Urlauber weiter ein sicherer Hafen?

Wackelt mit dem griechischen Staatshaushalt auch die Urlaubsplanung? Zahlreiche Griechenland-Reisende dürften spätestens seit dem Wochenende vor dieser Frage stehen. Griechenland ist nach Spanien und der Türkei das beliebteste Flugreiseziel. Die Buchungszahlen haben nach Angaben von Tui-Sprecherin Anja Braun 2015 im Vergleich zum Vorjahr sogar noch zugelegt.

Die Vertreterin von Deutschlands größtem Reiseanbieter erklärte dem "Tagesspiegel", dass Tui zunächst keine Konsequenzen für deutsche Urlauber befürchtet. Flüge, Hotels und Transfers für gebuchte Reisen seien bereits bezahlt und vertraglich fixiert. "Die Preise gelten weiter, auch bei einem Grexit", erklärte Braun. Selbst wenn der Euro keine Gültigkeit mehr habe, könnten Urlauber mit Kreditkarte oder EC-Karte zahlen, sagte die Sprecherin. Eine kostenlose Stornierung oder Umbuchung sei daher nicht möglich.


Auswärtiges Amt rät Reisenden, mehr Bargeld nach Griechenland mitzunehmen

Trotz der optimistischen Einschätzung rät der Reiseanbieter, eine Mischung aus verschiedenen Zahlungsmitteln mitzuführen. Die Bundesregierung hingegen geht einen Schritt weiter: Griechenland-Reisende sollten sich vorab mit ausreichend Bargeld versorgen, teilte das Auswärtige Amt mit. "In Griechenland kann es bei der Bargeldversorgung zu erheblichen Wartezeiten kommen, auch zu Engpässen beispielsweise bei der Ausstattung der Automaten mit Bargeld", heißt es in einem aktuellen Hinweis.


Obwohl die Europäische Zentralbank angekündigt hat, die Notkredite für griechische Banken zu verlängern, befürchtet man, Kunden könnten am Montag versuchen, ihre Konten leer zu räumen. Dies würde bei den Banken zu einem Geldmangel führen. Als Reaktion auf einen möglichen "Bankensturm" erwägt die Regierung des Mittelmeerstaats derzeit für Montag einen Bankferientag zu verordnen. Da bisher noch nicht absehbar ist, wie sich die Krise weiter entwickeln wird, rät das Auswärtige Amt Touristen in Griechenland zudem, "sich zur Lageentwicklung über diese Reisehinweise und die Medien informiert zu halten".


db/DPA/AFP
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