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stern-Klinikliste Der Weg zur stern-Klinikliste: Vorgehen und Methode im Detail erklärt

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Der Weg zur Stern-Studie: So haben wir die ausgezeichnete Kliniken ermittelt
© Getty Images
Rund 2400 Krankenhäuser versorgen in Deutschland Patientinnen und Patienten – eine schwer zu überschauende Zahl.  In einer aufwendigen, mehrstufigen Recherche haben wir aus diesem Pool die ausgezeichnete Kliniken ermittelt. 

Was macht ein gutes Krankenhaus aus? Die Ärzte, die Pflege, die Ausstattung? Es gibt nicht den einen Faktor. Es geht um ein Gesamtbild. So wie sich der Patient wünscht, dass der Mediziner nicht nur auf das eine Organ schaut, sondern den ganzen Menschen in den Blick nimmt. Das ist der neue, ganzheitliche Ansatz der stern-Listen.

Rund 2400 Krankenhäuser versorgen in Deutschland Patientinnen und Patienten – eine schwer zu überschauende Zahl. Gerade bei ernsteren Indikationen ist der Orientierungsbedarf gewaltig. Hier helfen die Tabellen. Sortiert nach 40 Fachbereichen geben wir mehr als 2200 Empfehlungen. Obendrein nennen wir die 100 führenden Häuser Deutschlands und weitere, in den jeweiligen Bundesländern besonders hervorzuhebende Kliniken.

Institut

Munich Inquire Media (MINQ) ist ein unabhängiges Rechercheunternehmen mit Sitz in München. Dessen Team aus Ärzten, Journalisten und Datenbankspezialisten erstellt seit mehr als 20 Jahren renommierte Listen zu medizinischen Spezialisten und Kliniken. "Wir orientieren uns strikt an den Interessen der Patienten", sagt Geschäftsführer Richard Eberle. "Unsere Unabhängigkeit ist unsere Stärke", ergänzt sein Kollege Marc Langner.

Methode hinter der stern-Klinikliste als Illustration
stern-Klinikliste: Der Weg zur Liste
© stern

Vorgehen

Am Anfang stehen zwei Leitfragen: Welche Indikatoren sind gut geeignet, um die Qualität in einem Bereich der Medizin zu ermitteln? Und wer erfüllt diese Kriterien in herausragender Art und Weise?

Zentraler Punkt der Recherche ist die Reputation der Fachabteilungen. Dafür werden ausführliche, persönliche und vertrauliche Interviews mit Ärzten geführt. Gegenseitige Online-Empfehlungen von Kliniken werden mangels Validität nicht berücksichtigt. Da der Ruf der Fachabteilungen mit der Reputation der Chefärzte korreliert, wird auch sie herangezogen.

Für die Patientenperspektive werden die Bewertungen aus der "Weißen Liste" der Krankenkassen berücksichtigt. Dort zählen nur überdurchschnittlich positive Rückmeldungen von tatsächlich behandelten Patienten. Als weitere Quelle dienen die von Kliniken veröffentlichten Qualitätsberichte. Sie enthalten zum Beispiel für einige Fachgebiete die sogenannten C1-Daten der externen Qualitätssicherung. Da die Fallzahlen in der Coronapandemie teils stark zurückgegangen sind, wird hier auf die Werte von 2019 zurückgegriffen.

Besonders umfangreich ist die Recherche zu Zertifikaten von medizinischen Fachgesellschaften (so etwa für Krebszentren). MINQ sichtet und bewertet über 90 Zertifikate nach deren Bedeutung sowie Zulassungsvoraussetzungen. Für den Aspekt der Hygiene wird die Aktion "Saubere Hände" ausgewertet.

Alle Kliniken, die in den Recherchepool gelangen, erhalten Fachfragebögen. Darin können Qualitätsmanager, Pflegeleitungen und Chefärzte zum Beispiel Angaben zu Maßnahmen der Qualitätssicherung, Hygiene, besonderen Pflegeleistungen und speziellen Behandlungsleistungen machen.

Methode hinter der stern-Klinikliste als Illustration
stern-Klinikliste: Der Weg zur Liste
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Auswahl

Für jede Indikation berechnet MINQ einen Score. Dabei hat die medizinische Reputation das größte Gewicht. Aber je nach Fachgebiet werden auch spezielle Kriterien berücksichtigt, etwa besonderes Pflegepersonal oder spezialisierte Ambulanzen. Ob eine Einrichtung schließlich in eine Liste aufgenommen wird, entscheiden allein die Redakteure bei MINQ. Dabei sind immer mindestens zwei Personen beteiligt. Das Votum wird begründet und dokumentiert.

Auf Basis der Fachbereichslisten wird auch ein Gesamtranking aller Krankenhäuser erstellt (Top 100). Dabei zählt medizinische Qualität mit 70 Prozent. Zusätzlich werden für alle Bundesländer weitere Kliniken gelistet, die sich durch eine hohe Zahl von Platzierungen in den Fachbereichslisten und/oder eine größere Zahl von Zertifikaten auszeichnen.

Das Resultat sind positive Empfehlungen anhand der genannten Kriterien und sorgfältiger Recherche. Das bedeutet aber nicht, dass die Qualifikation anderer, ungenannter Kliniken angezweifelt wird.

Transparenz

Die Entscheidungen zur Aufnahme in die Listen treffen Journalisten. Die Methodik hat die stern-Redaktion festgelegt. Nach der Veröffentlichung haben die Ausgezeichneten die Möglichkeit, für ihre Außendarstellung ein stern-Siegel zu erwerben. Genaue Informationen zu den Siegeln finden Sie unter www.stern.de/siegel


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