HOME

Person des Jahres: Putin hat mehr Fans als Lady Gaga und Rihanna zusammen

Für die einen ist er Kriegstreiber, für die anderen großes Staatsoberhaupt. Für die Leser der US-Zeitschrift "Time" ist Waldimir Putin jedenfalls die herausragendste Person des letzten Jahres.

Jedes Jahr küren die Leser der US-Zeitschrift "Time" die herausragendsten Persönlichkeiten des Jahres. Zum zweiten Mal in Folge belegte Wladimir Putin nun den ersten Platz. Der russische Präsident ließ all seine Amtskollegen weit hinter sich. Barack Obama errang in der Liste gerade mal den elften Platz. Und nicht mal Showbusiness-Größen wie Rihanna, Lady Gaga und Taylor Swift können zusammen so viele Stimmen auf sich vereinigen wie der Kreml-Chef.

Und das, obwohl Putin 2014 alles andere als gute Publicity bekam. Der Westen wirft ihm vor, den Konflikt in der Ostukraine anzuheizen und die prorussischen Separatisten mit Waffen zu beliefern. Putin wirft der Nato hingegen vor, das militärische Kräfteverhältnis in Europa zu ihren Gunsten ändern zu wollen.

Angela Merkel belegte im Ranking der "Time" nur den 25. Platz. Wer es unter die Top Ten schaffte erfahren Sie hier.

Seinen ersten Platz musste Putin allerding fast mit einer Dame teilen: Lee Chae-rin oder kurz CL heißt die Sängerin der südkoreanischen Girlgroup 2NE1. Sie folgte Putin mit einer verschwindend geringeren Stimmanzahl auf Platz zwei. Lady Gaga belegte Platz drei. 2,6 Prozent der Umfrageteilnehmer stimmten für die extravagante Sängerin.

Sie mag zwar weltweit die Charts beherrschen, doch vom Thron Putins ist Rihanna meilenweit entfernt. Mit 1,9 Prozent der Stimmen landete sie auf dem vierten Platz. Platz fünf ging an die Sängerin Taylor Swift. Neben ihrer Stimme scheinen vor allem ihre Beine das Kapital des Stars zu sein. Swifts Gliedmaßen sind deswegen auch auf rund 36 Millionen Euro versichert. Ihre schönen Beine bescherten ihr 1,8 Prozent der Stimmen.

Ebenso 1,8 Prozent der Leser konnte die Schauspielerin Emma Watson für sich gewinnen. Gerüchten zufolge soll auch der britische Prinz Harry zu ihren Verehrern zählen. Die Harry-Potter-Darstellerin und der Prinz sollen ein Paar sein.

Auf Platz sieben wird es wieder politisch. Das Oberhaupt des tibetischen Buddhismus, der Dalai Lama, war 2014 für 1,7 Prozent der Teilnehmer die herausragendste Persönlichkeit. Trotzdem rät der Dalai Lama seinen Glaubensbrüdern davon ab, nach seinem Tod einen Nachfolger für ihn zu bestimmen. "Die Institution des 'Dalai Lama' wurde zu etwas Wichtigem wegen der politischen Macht. Diese gibt es heute nicht mehr", sagte das geistliche Oberhaupt der Tibeter im letzten September der "Welt am Sonntag".

ivi
Themen in diesem Artikel

Das könnte sie auch interessieren