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Falschgeld: Sehen, fühlen, kippen

Mit etwas Übung kann jeder Kunde 90 Prozent aller Blüten mit bloßem Auge und den Fingerspitzen erkennen.

Hologramm:
Die Fünfer-, Zehner- und Zwanziger-Noten haben auf der Vorderseite rechts einen Folienstreifen. Beim Kippen erscheint entweder das Euro-Symbol oder die Wertzahl. Alle anderen Noten zeigen stattdessen ein Hologramm, das je nach Betrachtungswinkel in Regenbogenfarben glitzert und die Wertzahl oder das Architekturmotiv zeigt. Bei Billigstkopien sieht man statt der Glitzerfolie nur dunkle Streifen oder Flecken.

Perlglanzstreifen:


Beim Kippen der Fünfer, Zehner und Zwanziger taucht, wenn sie echt sind, mittig auf der Rückseite ein goldgelber Streifen auf, in dem das Euro-Symbol und das Wertzeichen zu erkennen sind. Farbeffekt: Bei den Fünfzigern bis Fünfhundertern wurde stattdessen die große Wertzahl rechts unten mit einem Farbeffekt ausgestattet. Beim Drehen oder Kippen wechselt die Zahl von violett auf olivgrün oder braun.

Material:


Echte Noten bestehen zu 98 Prozent aus Baumwolle und haben ein durch Stichtiefdruck entstandenes Relief, das man bei der Wertzahl über dem Architekturmotiv und bei der "EZB"-Buchstabengruppe links oben gut ertasten kann. Blütenpapier ist meist glatt und lappig. Bei den besseren Falsifikaten wird das Papier manchmal farbig beschichtet. Der Lack geht oft ab, wenn man radiert oder mit einem Messerchen kratzt.

Durchsichtprüfung:


Wer Noten gegen das Licht hält, sieht einen dunklen Sicherheitsfaden mit dem Notenwert und dem Euro-Zeichen in Minischrift. Bei Fälschungen ist der Streifen nur matt, ohne Beschriftung. Zudem erscheint bei echten Scheinen das Architekturmotiv mit einer auffällig hellen Wertzahl und Balken daneben als Wasserzeichen. Fälscher, die das Wasserzeichen aufdrucken, scheitern an der hellen Wertzahl. Im Gegenlicht sieht man die Zahlenfragmente (auf der Vorderseite links oben, auf der Rückseite rechts oben) als tadelloses Gesamtbild. Auch bei guten Fälschungen passen diese Teile nie korrekt zu einer Zahl zusammen.

Brigitte Zander / print
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