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Großer stern-Rentencheck: Die richtige Vorsorgestrategie für jedes Alter

Die gesetzliche Rente allein wird vielen nicht reichen - aber welche Anlage ist noch sinnvoll? Der stern macht für elf typische Sparer den Rentencheck und zeigt realistische Lösungen.

Mit wahren Horrorzahlen über eine drohende Altersarmut hat Sozialministerin Ursula von der Leyen die Deutschen aufgeschreckt: Wer als Durchschnittsverdiener im Jahr 2030 weniger als 35 Jahre lang Beiträge in die Rentenkasse eingezahlt hat, dem drohe der Gang zum Sozialamt. "Es steht nicht mehr und nicht weniger als die Legitimität des Rentensystems für die junge Generation auf dem Spiel", warnt die CDU-Politikerin.

Die Regierungen wechselten, aber die Rente haben sie alle Schritt für Schritt gesenkt. In diesem Jahr fällt das Sicherungsniveau erstmals unter 50 Prozent des Nettoeinkommens. Das bedeutet: Ein Durchschnittsverdiener mit zurzeit 2600 Euro Monatslohn, der 45 Jahre lang in die staatliche Rentenversicherung eingezahlt hat, bekommt künftig nicht einmal die Hälfte seines letzten Nettoeinkommens als Rente ausgezahlt. 2030 sollen es nur noch 43 Prozent sein.

Vielen Deutschen dürfte inzwischen klar sein: Die gesetzliche Rentenversicherung allein wird nicht reichen, sie müssen sich auch selbst um ihre Vorsorge im Alter kümmern. Der stern hat den Rentencheck für Personen unterschiedlichen Alters sowie in verschiedenen Berufs- und Lebenssituationen gemacht – vom Berufseinsteiger über das doppelverdienende Ehepaar bis hin zum Freiberufler und der Witwe. Alle wurden zunächst zu einem staatlich geprüften Rentenberater geschickt. Auf dessen Bestandsaufnahme aufbauend, machten die Experten des unabhängigen Instituts für Vorsorge und Finanzplanung im oberpfälzischen Altenstadt konkrete Vorschläge, wie die individuelle private Vorsorge aussehen sollte.

Der stern-Ratgeber gibt Antworten auf drei einfache Fragen:

  • Wie hoch wird die gesetzliche Rente sein? Einen Anhaltspunkt bietet die Information, die die Deutsche Rentenversicherung regelmäßig verschickt.
  • Wie viel Geld wird im Alter benötigt? In der Regel sollten 70 bis 80 Prozent des Nettoeinkommens reichen.
  • Wie schließt man die Lücke zwischen Rentenhöhe und dem Bedarf im Alter? Die erste Wahl bleiben trotz aller Unkenrufe die staatlich geförderten Angebote wie Riester- oder Rürup-Rente.

"Man muss für die richtige Strategie kein Betriebswirtschaftsstudium hinter sich haben", sagt Michael Hauer, der das Institut für Vorsorge und Finanzplanung leitet. "Aber ein bisschen Eigenverantwortung sollte man jedem zumuten." Die Ergebnisse zeigen beispielhaft, wie die Deutschen ihre finanzielle Absicherung selbst gestalten können, um ihren Lebensstandard im Ruhestand halten zu können.

Joachim Reuter
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