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Gut zu wissen: Fünf teure Irrtümer

Billiger Ratenkauf? Immer viel Geld in der Geldbörse? Besser ein hoher Dispo? Lieber ein Konto ohne Gebühren? - Nicht immer stimmen Allgemeinplätze.

Billiger Ratenkauf? Eine Autofinanzierung zu 0,5 Prozent Zinsen? Das ist unschlagbar!

Nein, das ist nicht unbedingt die beste Lösung. Wenn Sie auch bar zahlen können, verhandeln Sie mit dem Autohaus besser einen Rabatt. Zehn bis 20 Prozent Nachlass auf den Kaufpreis bringen mehr als eine Finanzierung mit günstigem Zinssatz.

Ständig 200 Euro in der Geldbörse? Macht doch nichts!

Wenn Sie immer viel Bargeld bei sich haben möchten, stellt sich die Frage, was das kostet. Da dieses Geld auch zu drei Prozent Zinsen auf einem Tagesgeldkonto liegen könnte, bis es tatsächlich gebraucht wird, kostet Sie die Bargeldhaltung im Jahr rund sechs Euro. Wenn Sie die gleiche Summe jedoch aus dem laufend überzogenen Dispo finanzieren, so kann es Sie schnell auch mal 34 Euro kosten (bei 17 Prozent Dispo-Überziehungszins).

Meine Bank ist nett zu mir, weil sie mir einen hohen Dispositionskredit einräumt.

Nein, das macht sie vor allem, weil sie an den hohen Dispo-Zinsen gut verdient und Ihre Bonität anscheinend gut ist. Wenn Sie vorübergehend Geld brauchen, kommt Sie ein Ratenkredit meist wesentlich günstiger (siehe Teil zwei "Kredite").

Keine Kontoführungsgebühren - das ist ein Schnäppchen!

Leider wieder falsch. Bei der Bankverbindung zählen nicht nur die Kontogebühren, sondern auch die Guthaben- und Girozinsen oder die Gebühren für sonstige Leistungen der Bank. Letztlich haben alle Kreditinstitute nichts zu verschenken. Was man bei den Gebühren spart, geht vielleicht durch einen schlechten Tagesgeldzins schon wieder verloren.

Mein Konto ist von der Bank gesperrt worden - jetzt läuft gar nichts mehr.

Falsch: Wenn jemand, dem Sie Geld schulden, Ihr Konto gepfändet hat, sperrt die Bank das Konto meist erst einmal und zahlt auch an Sie nichts mehr aus. Sie haben aber einen Anspruch darauf, das Lebensnotwendige von Ihrem Konto abzuheben beziehungsweise eine Summe zu überweisen, wenn dort noch Geld liegt oder das Gehalt eingegangen ist.

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