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KRIMINALITÄT: Dreiste Masche: Geldautomaten »klauen« ec-Karte

Das Bundeskriminalamt mahnt zur Vorsicht bei Eingabe der PIN: Neuerdings manipulieren Diebe den Einzugsschacht von Geldautomaten so, dass dieser die Karte einbehält.

Das Bundeskriminalamt (BKA) warnt vor einer besonders dreisten Masche, mit der Diebe sich in den Besitz von ec-Karten bringen: Sie manipulieren den Einzugsschacht von Geldautomaten so, dass dieser die Karte einbehält. Gutgläubige Kunden vertrauen dann häufig darauf, dass sie die Karte am drauffolgenden Tag am Schalter wieder zurückbekommen. Stattdessen wird das Konto mit Hilfe der Karte leergeräumt, welche die Diebe aus dem manipulierten Schacht gezogen haben.

Auch PIN kein Schutz

Auch die Persönliche Identifikations-Nummer (PIN) beschaffen sich die Diebe. Nach Angaben des BKA installieren einige eine kleine Videokamera in der Nähe des Automaten und beobachten die Kunden bei der Eingabe der PIN. Andere stellen sich dicht hinter ihr Opfer und schauen ihm bei der PIN-Eingabe über die Schulter. Manche bieten sogar ihre Hilfe an, wenn der Automat die Karte scheinbar »geklaut« hat und ermuntern das Opfer zur wiederholten Eingabe der PIN.

Masche zieht auch im Ausland

Diese Diebstahlsvariante ist ein bundesweites Phänomen, so eine BKA-Sprecherin. Sie ist insbesondere bei abgelegenen Banken und Sparkassen zu beobachten. Allerdings wird sie auch im Ausland angewandt, so in den meisten Ländern Westeuropas, insbesondere in spanischen Urlaubsgebieten. Zudem wurden Fälle aus Asien, Südamerika und Südafrika gemeldet.

Das BKA riet, dringend darauf zu achten, dass bei der Eingabe der PIN niemand zuschaut. »Verschluckte« Karten sollten sofort gemeldet werden, da sonst unter Umständen für Abhebungen gehaftet werden muss. Die Sperrung von ec-Karten ist über die einheitliche Rufnummer 01805/021021 möglich. Bei der Sperrung muss den Angaben zufolge nur die Kontonummer, nicht aber die Geheimzahl angegeben werden.

Im Web:

Das Bundeskriminalamt Online

http:/www.bka.de/

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