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Berliner Sparkasse erhöht Gebühren um 75 Prozent

Nach und nach erhöhen die Sparkassen in Deutschland die Kontogebühren. Die Berliner Sparkasse langt nun mächtig zu - und erhöht die Gebühren um satte 75 Prozent. 

Sparkassen drehen kräftig an der Gebührenschraube

Sparkassen drehen kräftig an der Gebührenschraube (Symbolbild).

Die Zeiten von kostenlosen Girokonten scheint endgültig vorbei. Auch die Sparkassen können sich den "Luxus" nicht mehr leisten und bitten ihre Kunden zur Kasse. Nachdem in den vergangenen Wochen mehrere Sparkassen in Deutschland schon an der Gebührenschraube gedreht haben, folgt nun die . Um satte 75 Prozent steigen die Kosten für Kunden eines klassischen Girokontos, berichtet die "Bild". Ab Dezember kostet das Konto dann sieben Euro im Monat, bislang verlangt das Geldhaus vier Euro dafür. Aber auch Online-Kundschaft muss mehr zahlen. 

Hier steigt der Preis von zwei auf drei Euro. Allerdings muss der Kunde bei diesem Angebot alles im Netz erledigen. Wer einen Kontoausdruck in einer Filiale haben möchte oder Bargeld am Schalter abheben will, zahlt für jeden Vorgang zwei Euro.

Niedrige Zinsen lassen Konto-Gebühren steigen

Das Problem der Banken: Durch die niedrigen Zinsen brechen den Geldhäusern die Zinserträge weg. Konnten Banken noch vor einigen Jahren kostenlose  anbieten, lag das an satten Einnahmen durch andere Ertragsquellen, die nun kaum oder gar nichts mehr abwerfen. Also müssen Kunden nun für Dienstleistungen und Angebote zahlen. 

Auch andere Sparkassen erhöhen die Gebühren

Die Berliner Sparkasse ist nicht das erste Geldhaus des Verbands, das die Gebühren anhebt. Auch andere forderten deutlich mehr Geld von den Kunden für das Girokonto oder Serviceleistungen. So fordert die Sparkasse Remscheid zum 1. Oktober für das "Giro Komfort" 7,90 Euro. Kunden können ohne Zusatzkosten alle Buchungen und Ein- und Auszahlungen ausführen. Wer nur das kleine Paket bucht (3,90 Euro), zählt für jede Buchung 40 Cent.

Auch in Hamburg wird es zum Oktober teuer: Der Preis fürs Girokonto steigt von 2,95 Euro auf 3,95 Euro - und jede Überweisung kostet 40 Cent. Auch in Hannover, Koblenz und München wurden die Gebühren schon erhöht. "Ich erwarte, dass es in einigen Jahren praktisch nirgendwo mehr kostenlose Girokonten geben wird", sagte Georg Fahrenschon, Chef des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV) gegenüber "Bild".

kg

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