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Wegen Corona Neue Naschizone: Aldi baut den berühmt-berüchtigten Kassenbereich um

Aldi
Aldi will den Kassenschlangenbereich anpassen
© Sven Simon / Picture Alliance
Naschware trifft Desinfektionsmittel: Discounter Aldi Süd baut coronabedingt seine Kassenzone um und platziert dort deutlich mehr Produkte.

Grundsätzlich können sich die Lebensmittelhändler über die Auswirkungen der Pandemie nicht beschweren. Während viele andere Läden geschlossen haben, durfte und darf in den Supermärkten und Discountern durchgängig eingekauft – wahlweise sogar gehortet – werden. Nur in einem Ladenbereich läuft das Geschäft nicht so rund wie gewohnt: in der Kassenzone, wo die Händler gerne sogenannte Impulsware anbieten.

Die lukrativen Kassenartikel – Schokoriegel, Kaugummis etc. – nehmen im Markt etwa 1 Prozent der Fläche ein, bringen aber normalerweise 5 bis 7 Prozent des Umsatzes. Doch wegen der Abstands- und Hygieneregeln seien die Kassenartikel derzeit stark unter Umsatz- und Ertragsdruck, schreibt die Lebensmittelzeitung. Größere Abstände zwischen den Kunden bedeuten eben auch, dass der Einzelne weniger Zeit in Griffweite vor den verlockenden bunten Süßwaren verbringt. Zudem fehlen auf den auch als "Quengelzone" berüchtigten letzten Metern vor der Kasse derzeit die Quengler, weil viele Eltern ohne ihre Kinder einkaufen gehen. 

Mehr Platz, mehr Produkte

Aldi Süd reagiert auf die Lage nun mit einer Anpassung an die Pandemiebedingungen. Wie der Discounter der Lebensmittelzeitung bestätigte, soll die Kassenzone optimiert und vergrößert werden. Die bisherigen Mitnahmeartikel sollen mehr Platz bekommen und zusätzlich sollen neue Produkte im Warteschlangenbereich angeboten werden. Neben bekannten Süßwaren- und Kaugummimarken sollen auch Eigenmarken ihren Platz finden und das Kassensortiment um Hygiene- und Desinfektionsprodukte ergänzt werden. In einer Filiale im Rhein-Main-Gebiet wird das großzügigere Kassenkonzept schon umgesetzt, weitere Filialen sollen folgen. 

Eine Kassiererin sitzt bei Aldi an der Kasse

Mehr Raum in den Kassenbereichen wollen dem Bericht zufolge auch andere Händler wie Rewe und Penny, Edeka und Netto schaffen. Diese Ketten experimentieren in letzter Zeit verstärkt mit Selbst-Scan-Terminals, was ebenfalls einen Umbau der Kassenzone erfordert.

Quelle: Lebensmittelzeitung

bak

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