Wer als Deutscher derzeit in die USA reist, spürt die Weltpolitik schnell im eigenen Portemonnaie – ausnahmsweise aber im besten Sinne. Keine andere Gruppe profitiert so von Donald Trumps erratischem Kurs wie europäische Touristen. Grund dafür ist die Dollar-Schwäche, die der Republikaner angezettelt hat.
Weniger Europäische Touristen fliegen in die USA
Für einen Euro bekamen Touristen zuletzt 1,20 Dollar – so viel wie seit vier Jahren nicht mehr. Damit ist auch klar, dass der USA-Urlaub in diesem Jahr günstiger wird. Dies liegt allerdings nicht allein am Dollar, sondern vor allem an der schwächeren Nachfrage. Die Angriffe der Abschiebebehörde ICE, strengere Einreise-Kontrollen und eine grundsätzliche politische Ablehnung lassen Touristen aus aller Welt fernbleiben. Laut der U.S. Travel Association lagen die internationalen Ankünfte 2025 rund 6,3 Prozent unter dem Vorjahr. Allein im Juli ging die Zahl der Ankünfte aus Deutschland um 13,3 Prozent zurück. Aus Dänemark kamen sogar über 35 Prozent weniger Gäste.
Die Tourismus-Industrie trägt deshalb einen erbitterten Preiskampf aus. Flüge aus Deutschland in die USA kosteten laut dem Vergleichsportal Check24 in den Sommerferien 2025 knapp sechs Prozent weniger als 2024 und waren teilweise für 450 Euro zu haben. Die Durchschnittspreise sind in der Zwischenzeit noch weiter gefallen. Wer also trotz politischer Turbulenzen dieses Jahr in die USA will, für den wird es deutlich günstiger.
Eile ist dabei nicht geboten. Trumps Tun dürfte die Effekte auf absehbare Zeit eher noch verstärken.