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Börse: Geldstrafen für säumige Firmen am Neuen Markt

Weil neun Aktiengesellschaften ihre Abschlüsse für das Jahr 2000 nicht fristgerecht vorlegten, wurden sie mit Geldstrafen bis 50.000 Euro belegt.

Die Deutsche Börse hat Geldstrafen zwischen 10.000 und 50.000 Euro gegen am Neuen Markt notierte Firmen verhängt. Die Sanktionen wurden erlassen, weil neun Aktiengesellschaften ihre Geschäftsabschlüsse für 2000 nicht rechtzeitig vorlegten, teilte die Börse am Mittwoch mit. Die Bilanzen und Lageberichte der säumigen Unternehmen gingen erst nach Ende der Frist Ende März ein.

Je länger, je teurer

Wegen Fristüberschreitungen von wenigen Tagen müssen SCM Microsystems, Carrie 1 International, Me, Myself & Eye Entertainment sowie Integra eine Geldstrafe von jeweils 10.000 Euro zahlen. Eine Sanktion von 18.000 wurde gegen Kinowelt verhängt. InfoGenie Europe muss 22.000 Euro und bäurer 40.000 Euro aufbringen. Tiefer in die Firmenkasse zu greifen haben mit jeweils 50.000 Euro Prodacta und ArtStor, die die Frist um mehr als zwei Wochen überschritten.

Die Deutsche Börse AG begründete die Sanktionen damit, dass der Jahresabschluss eine wichtige Informationsquelle für die Anleger ist. Es sei »eines der wesentlichen Qualitätskriterien des Neuen Marktes«, dass sie rechtzeitig vorliegen.

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